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Sprung aufs Treppchen, Fall von der Treppe

Sprung aufs Treppchen, Fall von der Treppe

18 Jahre nachdem Patrick Thielen als Jugendlicher eine Bronzemedaille bei deutschen Meisterschaften gewann, hat der mittlerweile 34-Jährige aus Schönecken seinen Erfolg wiederholt.

Oberursel/Ormont. (teu) Es war ein Déjà-vu für Patrick Thielen, als er in Oberursel das Siegerpodest bestieg. Als einer der Jüngsten im Feld der M35-Duathleten (Thielen feiert erst im Oktober seinen 35. Geburtstag; für die Klasseneinteilung zählt aber nur der Jahrgang) lief und radelte er zu seiner zweiten Bronzemedaille bei einer deutschen Meisterschaft nach 1992.

Raus aus dem Stadion



Vor 18 Jahren verdiente er sich seine Meriten allerdings noch im Stadionrund. Über 2000 Meter Hindernis wurde Thielen im Trikot des TV Germania Trier, der damals eine große Läufertruppe auch aus der Eifel zusammengezogen hatte, in 6:08,93 Minuten Dritter.

Bei der Duathlon-DM in Oberursel war Thielen nicht der einzige ehemalige Hindernisläufer auf dem M35-Siegerpodest. Ganz oben nahm Mark Ostendarp die Gratulation des Ausdauerathleten aus der Eifel entgegen. Der Coesfelder war mehrmals Deutscher Meister und Studenten-Weltmeister über 3000 Meter Hindernis und hat wie Thielen als Senior auf den Ausdauermehrkampf umgesattelt.

Zur Silbermedaille fehlte nicht viel



Nach dem ersten Zehn-Kilometer-Lauf lag Thielen an fünfter Stelle im M35-Starterfeld.

Doch bereits auf der 36 Kilometer langen Radstrecke war der Sportler vom FC Ormont in 1:00:38 Stunden Drittschnellster. Allerdings fuhr ihm Sebastian Siegismund fast eine Minute davon.

Zu viel, um dem Frankfurter auf den abschließenden fünf Laufkilometern die Silbermedaille noch streitig zu machen. Allerdings kam Thielen (Endzeit: 1:58:15 Stunden) bis auf neun Sekunden an Siegismund (1:58:06) heran. Ostendarp sicherte sich in 1:53:52 Stunden überlegen den nationalen Meistertitel.

Zurück zu Hause hatte Thielen nach dem glücklichen Medaillengewinn Pech. Er stürzte eine Treppe hinunter: Krankenhaus statt Medaillenfeier.