mein garten

Meinung Zwiebelblumen frisieren Darauf hätte ich kommen können, als ich meiner Tochter einen Zopf flocht. Hier verlangten lang gewordene Haare nach einer Frisur.

Im Garten hingen die Blattsträhnen der Krokusse unordentlich ins Beet. In England hatte ich vor Jahren gesehen, wie sie Zwiebelblumenlaub locker, aber kunstvoll verknoten. Doch es musste erst einer mit dem Namen Hübscher kommen. Heiko Hübscher, Gärtnermeister des Rosengartens Zweibrücken, erzählte, wie sie verblühte Narzissenschöpfe zu Zöpfen flechten. So sähen die "Frühlings-Herolde" neben den Rosen im Vergehen einfach hübscher aus. Einziehen lassen muss man das Laub aller Zwiebelblumen. Nur so sammelt das Reserveorgan die nötige Kraft fürs nächste Blütenjahr. Der Rosenexperte sprach im Kreise der Trierer Rosenfreunde auch von anderen Begleitern. Er berichtete, wie Bergenien mit ihren großflächigen Blättern ebenso wie Purpurglöckchen Ruhe und Stabilität in eine Rosenpflanzung bringen. Sie halten die Schärpe im Schlepptau der Blumenkönigin. Zu nahe darf der Hofstaat ihrer Majestät nicht kommen. Der Radius der Rose - das sind bei Beetrosen etwa 60 Zentimeter im Durchmesser - sei unantastbar. In gebührendem Abstand, also gut einem halben Meter, empfahl er Salbei, Katzenminze und Storchschnäbel. Die lassen sich jetzt pflanzen. Mit Sommerflor - zu Rosen unbedingt Spinnenpflanzensorte Señorita Rosalita - wartet man besser noch. Oder man setzt den im Gewächshaus angetriebenen Sommerblumen in kalten Nächten eine Vlieshaube auf. kf Sie haben eine Frage an unsere Gartenexpertin Kathrin Hofmeister? Schreiben Sie uns! Die für alle Hobbygärtner spannend sten Fragen werden im Volksfreund beantwortet. Mehr dazu unter www.volksfreund.de/garten