Ein Blick in die Zukunft

Die Internationale Funkausstellung will sich als Tor zu neuen Welten präsentieren - ein hoher Anspruch, den sie in den vergangenen Jahrzehnten oft erfüllt hat. 1955 kamen zum Beispiel die Transistoren und mit ihnen ein enormer Entwicklungssprung.

Diese Bauelemente zum Verstärken von elektrischen Strömen und Spannungen sind heute Kernelemente der Elektronik und die von der Menschheit in den höchsten Stückzahlen produzierte technische Funktionseinheit. Anfang der 80er kam die CD. Die "Compact Disc" war für die auf Vinyl-LPs und Audiokassetten beruhende Musikindustrie und ihre Kunden geradezu Science-Fiction: ein optischer Massenspeicher, der Musik digital liest und dazu einen Laser einsetzt. Auch diese Geschichte begann auf der Ifa. Videorekorder, DVD - die erste Bühne war immer die Ausstellung in Berlin. Was in den Anfängen der Rundfunktechnik als riesiges Möbel das Wohnzimmer blockierte und mehrere Monatseinkommen kostete, ist heute in der Hosentasche tragbar oder ein riesiges Fernseh-Bild an der Wand. Die Ifa ist deshalb nicht nur ein Thema für Technik-Begeisterte. Es gibt kaum einen anderen Branchentreff, auf dem künftige Trends so prägnant präsentiert werden. Außerdem ist die Ifa der Beweis dafür, dass Unterhaltungselektronik - eigentlich ein eher trivialer Luxus - eine über Jahrzehnte stetig boomende Branche ist. Das bewies übrigens gerade auch die auf Computer- und Videospiele spezialisierte Games Convention in Leipzig. j.pistorius@volksfreund.de

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