"Eefeler Steckelcher"

PRÜM. (lk) Der Geschichtsverein Prümer Land hat ein neues Buch mit dem Titel "Eefeler Steckelcher und Verzellcher" herausgebracht. Im Vordergrund stehen dabei die Freude und der Erhalt der Eifeler Mundart.

"Viele gute Gedanken werden auf Platt gesagt." Sie aufzuschreiben und damit der Nachwelt zu erhalten, daran trauen sich jedoch viel zu wenige heran, fand die Arbeitsgemeinschaft Mundart des Geschichtsvereins Prümer Land und machte sich ans Werk. Das Ergebnis: Das Buch "Eifeler Steckelcher und Verzellcher" - verfasst im Eifeler Dialekt. Beim Mundartabend im Kulturraum des Prümer Konvikt hat die Arbeitsgemeinschaft das Buch einem bereits großen Publikum vorgestellt. Wer das Buch durchblätter, findet darin viele Anekdoten, Gedichte und wahre Begebenheiten, zum Beispiel die von der Prümer Johannesstatue. Wenn man sie laut vorliest, wird die Vielzahl der unterschiedlichen sprachlichen Färbungen im Eifeler Dialekt deutlich. Die Beiträge stammten aus Prüm, Rommersheim, Schönecken Steffeln, Wallersheim und vielen anderen Orten. "Um Rechtschreibregeln und -reformen brauchten sich die Autoren keine Sorgen zu machen", sagte Josef Nellessen von der AG Mundart über die Entstehung des Buchs. Im Dialekt zu schreiben, sei eine neue Erfahrung gewesen. Diese Freude an der Sprache mit einem Buch weiter zu tragen, dazu gab der kürzlich verstorbene Vorsitzende des Geschichtsvereins Werner Blindert den Anstoß, erinnerten sich die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft. Neben dem Spaß an der Sprache steht der Erhalt der Mundart im Vordergrund. "So wie im Prümer Krankenhaus könnte auch in den Geschäften und Amtsstuben Platt gesprochen werden", sagte Nellessen. Wer nicht der Mundart mächtig ist, für denjenigen bietet die Volkshochschule Sprachkurse an, in denen der Eifeler Dialekt erlernt werden kann.