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Sie sind zurück, mit Dampf im Kessel

Sie sind zurück, mit Dampf im Kessel

Auf den Prümer Baustellen hat nach der Winterpause am Montag wieder die Arbeit begonnen. Das gilt für den Hahnplatz wie für die beiden Neubaugebiete oberhalb der Stadt.

Prüm "Wr haben so viele Baustellen, es ist unglaublich", sagt Stadtbürgermeisterin Mathilde Weinandy. Stimmt - vor allem große Baustellen. Allerdings hat sich auf keiner von ihnen in den vergangenen zwei Monaten etwas getan. Wegen Weihnachten, wegen der Frosttemperaturen und wegen des massiven Schneefalls von Freitag, 13. Januar. Das brachte den Wintersportfreunden viel Vergnügen, verzögerte aber die Arbeit am Hahnplatz und an den Neubaugebieten unterm Krankenhaus und in der Steinertsbach.Vor allem die Temperaturen verlängerten die Weihnachtspause der Arbeiter bis in den Februar: Sitzt der Frost noch im Boden, können zum Beispiel keine Pflastersteine gesetzt werden.Am weitesten fortgeschritten ist Unternehmer Erich Backes unterhalb des Krankenhauses: "Mein Baugebiet ist so weit fertig, bis auf die Lampen", sagt er am Montag zum TV. "Ab nächste Woche darf ich anfangen zu verkaufen." 20 Grundstücke werden vermarktet. Das Interesse? Groß: Er könne glatt noch mehr Flächen verkaufen, sagt der 62-Jährige.Nur ein paar hundert Meter weiter erschließt die Firma Backes für die Stadt das Gebiet "Auf der Steinertsbach": Dort rumpeln die Maschinen sogar schon seit zwei Wochen ebenfalls wieder, um alles vorzubereiten. "Uns fehlen noch die Versorgungsleitungen und die Baustraße", sagt die Bürgermeisterin und freut sich, dass Backes dort mit zwei Kolonnen zugange ist: "Da ist Dampf im Kessel."28 Flächen bietet die Stadt dort an, sieben werden privat vermarktet. "Zehn haben schon gekauft", sagt Mathilde Weinandy. Fast alle seien Prümer oder aus der direkten Umgebung und "vorrangig junge Leute. Entweder haben sie Kinder oder können noch Kinder kriegen."In beiden Baugebieten wollen die Käufer noch in desem Jahr mit der Errichtung ihrer Häuser loslegen. Mathilde Weinandy: "Die scharren mit den Füßen."Ähnlich sieht es im Kreuzerweg aus: Dort hat Martin Hermes aus Weinsheim mit seiner Frau Sandra das ehemalige Finanzamtsgebäude gekauft (der TV berichtete). Zwölf Wohnungen sind entstanden und weitgehend fertig, alle auch seniorengerecht.Und, jawohl, am Hahnplatz scharren und schaufeln auch die Bagger wieder: Die Firma Schnorpfeil ist zurück und hat vor der Basilika die Arbeiten wieder aufgenommen. "Wir sind wieder da", sagt Vorarbeiter Rainer Schönecker - allerdings vorerst mit kleiner Besetzung: Direkt an der Basilika graben die Arbeiter ein Loch für den Technikschacht des künftigen Wasserspiels. Das wird allerdings kein Brünnchen, sondern, sagt Schönecker, "ein Riesentopf". Zuerst aber grabe man sich vorsichtig nach unten, um zu sehen, ob nicht irgendwo Versorgungsleitungen liegen und eventuell woanders platziert werden müssen.In den kommenden Tagen geht es dann an die weiteren Arbeiten für den Kreisverkehr - unter anderem werden Fuhrweg, Hahn- und Bahnhofstraße, die alle in den Kreisel münden sollen, mit dem nötigen Unterbau versehen. "Und am sechsten März", sagt Rainer Schönecker, "kommen die Pflasterer." Die legen dann die Bordsteine für Straßen und Kreisel. "Wenn das Wetter so bleibt." Für Weiberdonnerstag diese Woche sind übrigens nicht nur Rathaus-Stürme vorhergesagt, sondern auch echte Unwetter - die Narren sollten sich deswegen vorsichtshalber warm anziehen. Am Freitag wird es noch einmal kälter, bei Temperaturen um den Gefrierpunkt. Dann könnte sogar noch einmal etwas Schnee fallen, sagen die Experten von eifelwetter.de, auch in den tieferen Lagen. Und bis Aschermittwoch dürfte ohnehin Pause sein auf den Baustellen in der Stadt. Danach werden die letzten ollen Kamellen weggefegt - und wieder weitergeschafft.KommentarMeinung

Gute Nachricht - erst malSie drücken wieder auf die Tube, die Bauarbeiter - für Prüm ist das eine sehr gute Nachricht, denn das Wetter der vergangenen Wochen hat doch einiges an Verzögerung gebracht. Wir tröpfeln allerdings lieber noch ein bisschen Vorsicht in die Euphorie: Der Winter kann in der Eifel noch weitere unerwartete Stippvisiten machen und die Pläne verhageln. Auch wenn es derzeit eigentlich nicht danach aussieht. f.linden@volksfreund.de