| 18:21 Uhr

Kolumne Pitter
Das Gras, bitte!

FOTO: TV / Werhan, Michael
Oh je, Leute. Da haben wir schon die Schweinepest und dann auch noch die Bit-Panik. Und das ist nicht etwa die Angst vorm Bier. Das herbe Blonde ist vielleicht das Einzige, das einen in diesem Städtchen noch rettet, wenn es mal wieder so weit ist.

Bitburg hat Angst vor sich selbst. Eine sehr ernste Angelegenheit. Das wurde bei der ersten Stadt-Therapie-Sitzung deutlich. Während Speicher schon Großstadt-Status anstrebt (“Die Bronx ist im Vergleich zu uns ein Witz“), hat sich unser „Hilfe-ich-bin-ein-Dorf-holt-mich-hier-raus“-Bitburg folgendermaßen vorgestellt: „Mein Name ist Bitburg, und ich will gar keine Stadt sein!“ Paff! Das erklärt natürlich, warum hier auch jedes Stadtentwicklungskonzept, das über Jahre und Jahrzehnte erarbeitet wurde, torpediert wird. Bitburg will weder eine Stadt sein, noch will es sich entwickeln. Insofern kann man sich die Mühe mit den ganzen Stadtentwicklungs-, Stadteinzelhandels- und Verkehrskonzepten auch gleich schenken.

Aber was hätten der Stadtrat und seine sensationellen Gremien dann zu tun? Nun ja, es muss ja auch Koryphäen geben, die wissen, was zu tun ist, damit alles so bleibt, wie es ist. Die Häuser: weder hoch noch groß, lieber wieder mehr Bauernhöfe. Dann könnte man auf den Brachflächen vom Müller-Flegel-Gelände bis zum Beda-Platz Wiesen und Weiden anlegen.

Ein bisschen mehr Grün hat schließlich noch keiner Stadt geschadet. Und so lange, wie es in unserem Bitburg dauert, bis mal irgendein Bebauungsplan durch ist, ist über das, was vielleicht mal irgendwann irgendwo ein paar Unerschrockene geplant haben, sowieso Gras gewachsen. Und Bitburg braucht viel Gras. Schon allein wegen der Kühe.

Und der Anblick grasender Kühe hat was sehr Beruhigendes, was ja wichtig ist, bei dem ganzen Trubel in unserem Bitburg. Deshalb kann ich nur sagen: Das Gras, bitte! Und bitte ein Bit! Nüchtern hält man das im Kopf nicht aus. Prost,

FOTO: TV / Werhan, Michael