| 21:07 Uhr

Max und der lustlose Hecht

Jungangler Max verfolgt einen Hecht. Ob das Anglerglück ihm hold ist?Foto: Waltraud Ewerhardt
Jungangler Max verfolgt einen Hecht. Ob das Anglerglück ihm hold ist?Foto: Waltraud Ewerhardt
PRÜMZURLAY. (ew) Die Prüm ist ein beliebtes Angelgewässer. Mit ihrem glasklaren Wasser ist sie ein El Dorado für Fische und Angler zugleich. Dem gleichnamigen Tal in der Eifel verleiht sie eine Idylle, die von Einheimischen und von Touristen geschätzt wird.

Für die Idylle hat Jungangler Max Lawaczeck aus Prümzurlay an diesem Tag keinen Blick. Dafür aber umso mehr für den Hecht, den er im Wasser "stehend" gesichtet hat. "Den musst du kriegen", sagt Wolfgang Herz, Vorsitzender des Angelvereins "Hecht". Der Zwölfjährige weiß das. Der Hecht konsumiert die Bachforellen ebenso gerne wie er. Unentwegt wirft er daher die Angel mit dem Blinker aus. Doch der Hecht spielt nicht mit. Er hat keine Lust oder keinen Hunger. Max will es später noch einmal probieren. Alleine, ohne Zuschauer. Er angelt gerne an der Prüm. Für ihn ist sie das schönste Angelgewässer, das es gibt. "Super", meint er dazu nur. Neben den Bachforellen tummeln sich hier Äschen, Rotaugen, Barben, Nasen, Karpfen, Zander und Aale. Der starke Hechtbesatz macht dem Angelverein zu schaffen. Eine noch größere Plage aber sind aus Sicht der Angler die Kormorane. "Wo sie in Schwärmen einfallen, ist kein Fisch mehr im Wasser", klagt Herz. Seit 28 Jahren leitet er die Geschicke des Angelvereins "Hecht", den es seit 1971 gibt. Auf drei Kilometer Länge in der Gemarkung Prümzurlay ist der Verein für die Gewässerbewirtschaftung zuständig. Eigner sind die jeweiligen Grundstücksbesitzer. Der Verein ist Gründungsmitglied des Bezirks-Sportfischerverbands Trier und damit automatisch im Verband Deutscher Sportfischer. Harsche Kritik übt der Vorsitzende am "Lachs 2000 Programm". Die Europäische Union fördert mit diesem Programm seit einigen Jahren das Einsetzen von Lachsen in Fließgewässern. "Reine Geldvernichtung", meint Herz, "die Staustufen der Mosel lassen ein Zurückkommen der Lachse nicht zu." Die Angelsaison an der Prüm ist zwischen Holsthum und Minden ganzjährig. Dort gilt die Artenschonzeit. Erlaubnisscheine für die Gemarkung Prümzurlay erteilt der Vorsitzende des Angelvereins "Hecht". Ein Tageschein kostet zehn Euro. Ansprechpartner beim Angelverein "Hecht" ist Wolfgang Herz, Telefon 06585/450.