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Die Geschichte einer umstrittenen Schwelle in der Konzer Innenstadt

Die Geschichte einer umstrittenen Schwelle in der Konzer Innenstadt

Eine Straßenschwelle in der Konzer Innenstadt hat für kontroverse Diskussionen gesorgt. Der TV hat nachgefragt, was es damit auf sich hat.

Konz Vor allem in der Facebook-Gruppe "Du bist Konzer wenn..." ist Kritik laut geworden an einer Straßenschwelle in der Goethestraße: Die Situation dort sei verkehrsbehindernd oder sogar gefährlich, heißt es. Tief liegende Autos kämen kaum über die Schwelle hinweg, ohne beschädigt zu werden. Auch für Radfahrer sei das Hindernis gefährlich.
Michael Naunheim, Pressesprecher der Konzer Verwaltung, erklärt auf TV-Anfrage beim Rathaus, warum die umstrittene Straßenschwelle installiert worden ist. Autofahrer hätten oft die Ampel an der Einmündung der Schiller- in die Granastraße über die Goethe- und Konstantinstraße umfahren.

"Daher kam es hier in diesem Bereich zu erhöhtem Durchgangsverkehr - leider auch häufig verbunden mit zu schnellem Fahren", sagt Naunheim. Zwar sei in dem verkehrsberuhigten Bereich nur Schritttempo erlaubt, aber es habe sich kaum jemand daran gehalten. Deshalb sei die plateauförmige Straßenschwelle im August 2015 eingebaut worden.
Naunheim erklärt weiter: Die Schaffung solcher Hindernisse seien in einem verkehrsberuhigten Bereich grundsätzlich zulässig: "Das gilt auch dann, wenn der Straßenzug für ein tiefergelegtes Fahrzeug nur bedingt passierbar ist. Im Einzelfall muss der Fahrer eines solchen Fahrzeugs selbst beurteilen, ob er die Fahrunebenheiten überfahren kann", sagt er. "Die Kommunen sind nicht gehalten, die Straßenzüge renntauglich zu gestalten."

Die Schwelle ist laut Naunheim optisch deutlich gekennzeichnet - zusätzlich ist sie auch direkt neben einer Straßenlampe. "Somit können wir davon ausgehen, dass sich die Verkehrsteilnehmer auf die Maßnahme jederzeit einrichten und ihre Geschwindigkeit entsprechend anpassen werden", sagt der Pressesprecher. Er setzt hinzu, dass die Schwelle nur fünf Zentimeter hoch ist. So bestehe keine Gefahr, dass tiefliegende Fahrzeuge Schaden nehmen können. Radfahrer könnten das Hindernis umgehen. Die Entwässerung der Straße könne unverändert beibehalten werden.

Im Übrigen habe die Polizei das Hindernis begutachtet und freigegeben. Und der erwünschte Effekt sei auch gegeben: Die Autos sind laut Naunheim in dem Bereich langsamer unterwegs, und Anwohner bestätigen, dass es ruhiger in ihrer Straße geworden ist.