Heiß auf "Katzenaugen"

KONZ. (kdj) Auf rund 700 Metern Länge fehlen an beiden Seiten der Verbindungsstraße zwischen Konz-Niedermennig und der Pellinger Straße die (im Fall des Falles überlebenswichtigen) Leitpfosten. Seit Monaten wurden sie regelmäßig von Unbekannten ausgerissen oder umgeknickt, jetzt wurden sie sogar gestohlen."Blindflug" gegen graue Wand

Autofahrer, die von Niedermennig aus zur Pellinger Straße oder umgekehrt fahren, sehen bei den zu dieser Jahreszeit gelegentlich starken Morgennebeln buchstäblich nur noch eine graue Wand vor sich. Die gerade in dieser Situation hilfreichen Leitpfosten (Katzenaugen) sind verschwunden, und die seitlichen Fahrbahnbegrenzungen sind streckenweise kaum noch zu erkennen. Das bedeutet: gefährlicher Blindflug. Riskant ist der vermeintliche Schabernack nicht nur für Autofahrer. Dem "Scherzbold" drohen im Ernstfall empfindliche Geld- oder Freiheitsstrafen - nachzulesen im Strafgesetzbuch. Der Katalog reicht vom "groben Unfug" über "Diebstahl" bis hin zum "gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr". Außerdem drohen unter Umständen Schadenersatzforderungen von eventuell Geschädigten, die mit ihren Fahrzeugen im Graben gelandet sind. Schadenersatz verlangt die Stadt Trier, deren Tiefbauamt für die betroffene Kreisstraße 6 zuständig ist. Ein Leitpfosten kostet mit Installation rund 40 Euro; derzeit fehlen allein an der K 135/K 6 bis zu 30 Pfosten. Mittlerweile hat der Spuk das Lager des Tiefbauamts geleert. Jetzt muss Ersatz beschafft werden.

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