Das Gleisbett will gemacht sein

Um Zuverlässigkeit und Betriebssicherheit zu gewährleisten, muss die Bahn immer wieder Gleise, Gleisbett, Weichen, Tunnel und Brücken instand halten. An den beiden kommenden Wochenenden sind wieder Einschränkungen zu erwarten.

Region. (jd) Wegen Weichen- und Brückenbauarbeiten in Wittlich und Kobern-Gondorf sowie an der Moselbrücke Güls kommt es nach Angaben der Bahn an den beiden kommenden Wochenenden, 1. und 2. sowie 8. und 9. November, zu Fahrplanänderungen auf der Moselstrecke zwischen Koblenz und Trier. Bei Wittlich werden laut Bahn an den beiden Wochenenden je zwei Weichen ausgetauscht.

Regionalexpresszüge zwischen Koblenz und Kobern-Gondorf entfallen dadurch und werden durch Busse ersetzt. Sie starten im Koblenzer Hauptbahnhof früher, damit trotz der längeren Busfahrzeit die Züge in Kobern-Gondorf pünktlich abfahren können. In der Gegenrichtung erreichen sie Koblenz entsprechend später. Die Regionalbahnen von Koblenz nach Trier fahren zwischen Koblenz-Moselweiß und Quint in einem geänderten Fahrplan bis zu zehn Minuten später. In der Gegenrichtung Trier-Koblenz verkehren sie planmäßig.

Immer wieder kündigt die Bahn Instandsetzungsarbeiten auf der 111,6 Kilometer langen Moselstrecke zwischen Koblenz und Trier an, meist in verkehrsarmen Zeiten, nachts und am Wochenende. Meist sind die Arbeiten mit Lärm verbunden, wenn etwa der Schotter des Gleisbetts aufgearbeitet und neu "gestopft" wird oder die Gleise abgeschliffen werden.

Auch nervig: Die markerschütternden Hörner, mit denen die Gleisarbeiter vor herannahenden Zügen gewarnt werden. Aber die sind nun mal lebenswichtig.

"Die Gleiserneuerung ist nach 30 oder 40 Jahren nötig. Das hängt von der Belastung ab", erklärt Bahn-Sprecher Hartmut Lange und bittet alle betroffenen Anwohner um Verständnis für die dringend notwendigen Arbeiten.

Die Bahn hat in Deutschland insgesamt 64 000 Kilometer Gleise in Schuss zu halten, beziehungsweise die Bahn-Tochter Deutsche Gleis- und Tiefbau GmbH. Die wird im November auch fünf Kilometer Gleise zwischen Bullay und Ürzig austauschen. Und bei Hatzenport sind drei Weichen auszuwechseln - alles mit Auswirkungen auf die gesamte Moselstrecke.

Beim Jahrhundertbauprojekt, der Sanierung der alten und dem Bau einer neuen Röhre des Kaiser-Wilhelm-Tunnels zwischen Cochem und Ediger-Eller, gibt es seit der Enthüllung des Baustellenschildes im August wenig Neues. Die Baustelle wird vorbereitet.

So wurde die Zufahrtsstraße zum Südportal bei Ediger-Eller bereits fertiggestellt, Lärmschutzwände für die Anwohner werden noch installiert, bevor 2010 mit dem Vortrieb begonnen wird. 200 Millionen Euro werden in die Erweiterung des 134 Jahre alten Tunnels investiert.

Ab 2016 wird der Zugverkehr dann wieder zweigleisig, jedoch in zwei getrennten Tunnelröhren laufen. Eine Erhöhung der Streckenkapazität wird laut Bahn durch den Neubau nicht erreicht.

Infos zu den aktuellen Fahrplanänderungen gibt es in den Bahnhöfen, unter Telefon 01805/194 195 oder auf bahn.de/fahrplanaenderungen