Eine wohlklingende Klangmischung

Der aus Budapest stammende Konzertorganist und Kirchenmusiker Joseph Kelemen hat beim ersten Konzert der Orgelfestwochen in Manderscheid abwechslungsreiche Musikstücke aus drei Jahrhunderten gespielt.

Manderscheid.In der internationalen Fachwelt gilt Kelemen als Kenner der deutschen Orgelmusik, insbesondere der Musik des 17. Jahrhunderts und der Musik Johann Sebastian Bachs.
Der erste Teil seines Konzertes war von daher mit Werken von Johanns Sebastian Bach gestaltet. Beginnend mit der majestätisch und ausdrucksvollen Fantasie und Fuge g-Moll, BWV 542, über "Schübler-Choräle" und weiterer Kompositionen aus dem dritten Teil der Klavierübung, zeigte Kelemen seine künstlerischen Stärken. Eine vorzügliche Phrasierung seines transparent kontrapunktischen Spiels im Zusammenwirken mit stilgerechter, unaufdringlicher Registrierung vermittelten einen Hörgenuss auf hohem Niveau. Zwei herausragende Orgelwerke bestimmten den zweiten Teil des Konzertes. Mit wohlklingender Klangmischung und feinfühlig differenziertem Spiel erklang die in impressionistischer Tonsprache gehaltene Komposition "Madonna - ein Glasgemälde" von Dezsö Antalffy-Zsiross. Am Schluss des Konzertes stand die Sonate Nr.1 d-Moll op. 42 von Alexandre Guilmant, die mit ihren drei Sätzen einen weiteren Höhepunkt des Konzertes darstellte.
Joseph Kelemen nutzte hierbei wiederum geschickt die reichhaltige Registrierungsvielfalt der Beckerath/Hugo-Mayer-Orgel, die sich mit ihrer hervorragenden Klangqualität als ein gutes Konzertinstrument bewährt hat. Mit großem Beifall dankten die zahlreichen Zuhörer dem Organisten, der sich mit einer Zugabe revanchierte.
Das Konzert fand im Zusammenhang mit der Reihe im Rahmen der 25. Internationalen Orgelfestwochen statt. Nachdem die Lebensbaumkirche die beachtenswerte Orgel erhalten hat, wird sie in Zusammenarbeit mit dem Kultursommer Rheinland-Pfalz sowie im Verbund mit den Orgelfestwochen in Rheinischen Klöstern und Kirchen in mehreren Konzerten zum Einsatz kommen. red