Musikalischer Leckerbissen

HUNSRÜCK. (gkl) Einen besonderen Leckerbissen für alle Freunde der barocken Kammermusik halten die Mosel Festwochen am kommenden Sonntag in der Morbacher Walholzkirche zwischen Weiperath und Hunolstein bereit. Zur Aufführung gelangen hier die Suiten 4 bis 6 für Violoncello Solo von Johann Sebastian Bach.

Die insgesamt sechs Suiten (Die Nummern 1 bis 3 erklingen am Samstag in der Weinbergskapelle von St. Aldegund) haben im Bachwerkeverzeichnis die Nummern 1007 - 1012 und stellen in der gesamten Literatur für das Cello einen Höhepunkt dar. Wann der Thomaskantor die Suiten genau komponiert hat, ist nicht bekannt, da nur Abschriften überliefert sind. Es lassen sich aber die Jahre 1717 - 1720 als Entstehungszeitraum vermuten.Ebenso kann angenommen werden, dass Bach mit den Kompositionen ein Lehrwerk für das Cellospiel angelegt hat. Die jeweils sechssätzigen Einzelwerke werden zunehmend anspruchsvoller und gerade die in der Walholzkirche erklingenden befassen sich mit besonderen Aspekten des Cellospiels. In der fünften Suite verwendet Bach einen besonderen Kunstgriff, um das klangliche Ergebnis zu beeinflussen. Der Komponist schreibt vor, dass die oberste Saite des Instruments einen ganzen Ton tiefer gestimmt werden soll. Dadurch verändert sich der Klang des Cellos in eine dunkle Farbe. Nur auf diesem Wege lassen sich einige spezifische Akkorde, die Bach vorschreibt, spielen.Eines der größten Talente

Solist des Konzertes ist der junge israelische Cellist Amit Peled. Die internationale Kritik ist sich einig darüber, dass es sich bei ihm um einen Ausnahmemusiker handelt, eines der derzeit größten Talente. Ob die Carnegie Hall, das National Auditorium in Barcelona oder auch das Konzerthaus in Berlin, überall war Peled schon zu Gast.Karten sowohl als Kombi-Ticket für beide Konzerte als auch als Einzelkarte gibt es bei den Moselfestwochen unter Telefon 06531/3000, an der Konzertkasse und im Internet unter www.moselfestwochen.de.