Viel Arbeit hinter den Kulissen des Weinfests

Viel Arbeit hinter den Kulissen des Weinfests

Rund 200 000 Besucher werden zum Weinfest der Mittelmosel erwartet. Viele "gute Geister" sorgen vor, während und nach dem Weinfest für einen reibungslosen Ablauf und eine saubere Stadt. Mitglieder der freiwilligen Feuerwehren der Verbandsgemeinde und die Mitarbeiter des Städtischen Bauhofes sind in vollem Einsatz.

Bernkastel-Kues. Noch eine Schraube und das große Schild über der Weinstraße sitzt fest - doch für die Bauhofarbeiter lässt der Feierabend noch lange auf sich warten. Für sie ist rund um das Weinfest die arbeitsreichste Zeit: die sechs städtischen Festwagen für den Winzerumzug müssen auf Hochglanz gebracht, jede Menge Schilder neu beschriftet und gestrichen werden. Damit unbeschwert gefeiert werden kann, wird die Stadt zur "Großbaustelle". Schutzzäune entlang der Weinstraße müssen aufgestellt, Bühnen auf dem Marktplatz und Karlsbader Platz aufgebaut und Hunderte zusätzlicher Hinweisschilder für Verkehrsregelungen und Halteverbote angebracht werden.
"Diesmal hat uns auch der plötzliche Hagelsturm mit seinen Schäden zusätzliche Arbeit abseits des Weinfestes bereitet", sagt ein Mitarbeiter. Urlaub nehmen ist zur Weinfestzeit für unsere Männer tabu", sagt Bauhofleiter Markus Ruf. "Und auch Kranksein muss verschoben werden", ergänzt Dieter Denzer mit einem Schmunzeln. Mehr als 25 Jahre war er beim Bauhof tätig - und packt auch jetzt noch gerne freiwillig mit an. Er weiß, was die Arbeiter gerade zur "Hochsaison" Weinfest leisten. Wenn andere am frühen Morgen weinselig zu Bett gehen, marschieren die Bauhofmänner erst los: mit Besen und Kehrmaschine wird all das aufgesammelt, was die Leute abseits der Container hinterlassen - Scherben, Pappgeschirr und mehr, damit sich die Stadt für den erneuten Besucherstrom blitzsauber und gefahrlos präsentieren kann. Am Sonntagmorgen beginnt die Arbeit schon um vier Uhr, denn nach dem Feuerwerk mit Tausenden von Menschen gibt es viel zu tun. Mindestens drei Pritschenwagen voll Müll werden dann abgefahren. Da müsse man schon aufpassen, dass nicht so manche "Weinleiche" in den Moselanlagen gleich mitgekehrt wird", lacht Denzer. Nach dem Festumzug am Sonntag das gleiche (Aufräum-)Spiel. Am Dienstagmorgen ist dann der Hauptrummel vorbei - bis die Abräumarbeit beginnt.
Der DRK-Ortsverein Wittlich ist mit 70 bis 80 Helfern für die Erste Hilfe bei Notfällen präsent. Auch für die Wehrleute der Freiwilligen Feuerwehren in der Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues ist das Weinfest ein "heißes" Wochenende.
"Unsere vorrangige Aufgabe ist auch während dieser Großveranstaltung die Brandsicherungswache", betont VG-Wehrleiter Thomas Edringer. 15 Leute sind im Kueser Gerätehaus pro Schicht am Samstag und Sonntag sofort einsatzbereit. Während des Feuerwerks ist die Freiwillige Feuerwehr Noviand mit 15 Leuten an der Burg zur Stelle, am Moselparkplatz stehen Wehrleute aus Zeltingen-Rachtig mit ihrem Großtanklöschfahrzeug bereit. Eine fahrbare Kommandozentrale im Einsatzleitwagen II überwacht das gesamte Geschehen beim Festumzug, der gleichzeitig auf der gesamten Strecke von Wehrleuten aus der gesamten VG begleitet wird.
"Das ist eine freiwillige Dienstleistung", betont Edringer. Zudem unterstützen wir die Polizei bei der Verkehrsleitung an Knotenpunkten. "Insgesamt sind wir an den Festtagen mit 120 bis 150 Einsatzkräften präsent, ohne diejenigen, die freiwillig beim Zug mitgehen", sagt der VG-Wehrleiter. Begleiten und vorbeugen heißt die Devise an diesem heißen Wochenende. Edringer: "für uns ist das eine absolute Ausnahmesituation, wenn man an die menschenüberfüllte enge Altstadt denkt".
Als größtes Problem nennt er das "wilde Zuparken" in den Straßen: "Dies bereitet uns stets große Bauchschmerzen, denn für die großen Fahrzeuge gibt es dann bei akuter Gefahr kein Durchkommen". Er appelliert an die Vernunft der Autofahrer, den ausgewiesenen Parkraum zu nutzen, um zur allgemeinen Sicherheit beizutragen.