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Die Region wächst: Bevölkerungzahl steigt durch starke Zuwanderung

Die Region wächst: Bevölkerungzahl steigt durch starke Zuwanderung

Die Bevölkerung in Deutschland wächst. Grund: Die hohe Zahl von Zuwanderern, vor allem von Asylbewerbern. In der Region leben fast 11.000 Menschen mehr als noch vor einem Jahr. Ein deutliches Plus gibt es vor allem in Trier und im Kreis Trier-Saarburg.


532.715. So viele Menschen lebten Ende vergangenen Jahres in der Region. Das sind 10.852 mehr als noch 2014. Vor allem Trier und Trier-Saarburg profitieren von dem Bevölkerungszuwachs. In Trier stieg die Zahl der dort lebenden Menschen im vergangenen Jahr um knapp sechs Prozent auf 114.914, in Trier-Saarburg um 1,9 Prozent auf 147.999. Der Zuwachs in den anderen drei Landkreisen der Region liegt jeweils unter einem Prozent, im Vulkaneifelkreis gibt es statistisch gesehen kein Plus.

Grund für den Bevölkerungszuwachs, der in ganz Deutschland zu verzeichnen ist, ist laut Statistikern die hohe Zahl an Zuwanderern, vor allem von Asylbewerbern. Aufgrund der Rekord-Zuwanderung ist die Bevölkerungszahl in Deutschland auf 82,2 Millionen gestiegen. Das sind rund 978.000 Menschen (oder 1,2 Prozent) mehr als im Jahr zuvor. Das ist laut Statistischem Bundesamt das stärkste Plus seit der Wiedervereinigung.

In Rheinland-Pfalz stieg die Bevölkerung um ein Prozent. Laut Statistischem Landesamt sind im vergangenen Jahr 52.100 Ausländer zusätzlich ins Land gekommen, deren Anteil ist damit um 1,3 Prozentpunkte auf 9,5 Prozent gestiegen.
Schaut man sich die Herkunft der in der Region lebenden Ausländer an, stellt man fest, dass der überwiegende Teil aus europäischen Nachbarländern stammt. Es sind also keine Asylbewerber. Mit 6480 machen die Luxemburger den größten Anteil aus, gefolgt von Polen (5852). 2344 Menschen aus Syrien oder anderen arabischen Ländern lebten im vergangenen Jahr in der Region.

Als Reaktion auf die zunehmende Zahl der in Deutschland lebenden Ausländer sollen bei der regelmäßigen Befragung der Haushalte (Mikrozensus) ab kommendem Jahr auch Angaben zu der "vorwiegend gesprochenen Sprache" gemacht werden.

Auch in den Schulen des Landes macht sich die Zuwanderung durch Asylbewerber erstmals deutlich bemerkbar. Entgegen aller früheren Prognosen steigt die Zahl der Schüler mit Beginn des Schuljahrs am kommenden Montag um 4100 auf 541.600.