Land hilft angeschlagenem Flughafen Hahn

Land hilft angeschlagenem Flughafen Hahn

Das Land spannt ein Sicherheitsnetz über den finanziell angeschlagenen Flughafen Hahn. Sobald der ehemalige US-Fliegerhorst in Zahlungsengpässe gerät – Ende März muss etwa ein Kredit über 12,8 Millionen Euro getilgt werden – springt das Land mit Gesellschafterdarlehen bei.

Bis 2014 stehen dafür 80 Millionen Euro im Landeshaushalt bereit. Laut Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) ist das EU-Beihilferecht, anders als ehemals beim Nürburgring, in diesem Fall nicht tangiert. Denn die Darlehen würden zu marktüblichen Konditionen ausgereicht. Der zunächst geplante Verkauf von Flughafen-Infrastruktur an den Landesbetrieb Mobilität (LBM), der Geld in die Hahn-Kasse spülen sollte, ist vorerst vom Tisch. Nach Angaben Dreyers genehmigen die Brüsseler Wettbewerbshüter keine Strukturveränderungen, solange sie an einer Flughafenleitlinie für alle Regionalflughäfen in Europa arbeiten. Vom neuen Hahn-Geschäftsführer Heinz Rethage erhofft sich das Land, dass er die betriebswirtschaftlichen Ergebnisse verbessert. Nach einem Minus von 10,6 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2011 wird für das vergangene Geschäftsjahr vorläufig ein Fehlbetrag von 5,3 Millionen Euro verzeichnet.

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