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Brüderkrankenhaus Trier stellt weiteres Großprojekt fertig – 4,5 Millionen Euro investiert

Gesundheit : 4,5 Millionen Euro: Neues Zentrallabor für Brüderkrankenhaus Trier geht in Betrieb

Das Brüderkrankenhaus Trier stellt ein weiteres Großprojekt fertig. 4,5 Millionen Euro fließen in die neue Einrichtung.

(red) Mit seinem neuen Zentrallabor sowie neuen Zentralumkleiden hat das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier jetzt ein weiteres Großprojekt fertiggestellt. Nachdem im selben Gebäudekomplex im vergangenen September der neue Zentral-OP seinen Betrieb aufnahm, steht Ende April nun der Umzug des Krankenhauslabors an (der TV berichtete). Der offizielle Betrieb für die Patienten wird am 14. Mai starten. Anlässlich der Einsegnung der neuen Räumlichkeiten am Mittwoch, 18. April, sprach Hausoberer Markus Leineweber von einer deutlichen Verbesserung der Bedingungen für die Arbeit des Labors.

Zwischen 400 und 800 Proben werden täglich im Zentrallabor des Brüderkrankenhauses Trier untersucht, vom Kleinen Blutbild bis zur Langzeitblutzuckermessung reicht das Spektrum der Analysen. Ein Team aus 29 weiblichen und einer männlichen Fachkraft, fast ausnahmslos Medizinisch-Technische Laborassistentinnen, sorgt dafür, dass die Werte so rasch wie möglich ermittelt werden.

„Damit kommt dem Zentrallabor eine wichtige Rolle im Krankenhausbetrieb und vor allem für unsere Patientinnen und Patienten zu, unterstützt doch dessen Arbeit unmittelbar die medizinische Diagnostik auf allen Stationen sowie in den Ambulanzen“, erklärte Christian Weiskopf, kaufmännischer Direktor des Brüderkrankenhauses Trier. Er dankte den beteiligten Firmen, Architekten und Fachplanern sowie den beteiligten Mitarbeitern des Brüderkrankenhauses, insbesondere dem technischen Leiter Marcus Schu, der die Gesamtbaumaßnahme leitet, dessen Assistenten Werner Goldau für die Baubetreuung sowie der Laborleiterin Dörthe Notzon und ihrem Team für die erfolgreiche Umsetzung. Insbesondere brachte er seine Freude zum Ausdruck, dass an der baulichen Umsetzung so viele regionale Firmen beteiligt waren, etwa aus Trier, Wittlich oder Salmtal.

Ab Ende April arbeitet das Team des Zentrallabors über dem erst im vergangenen Jahr in Betrieb genommenen neuen Zentral-OP des Brüderkrankenhauses. Auf rund 430 Quadratmetern Grundfläche finden die Mitarbeiterinnen nun deutlich verbesserte räumliche Rahmenbedingungen und eine fast vollständig neue technische Ausstattung vor. Das Ausmaß der Technisierung habe in den vergangenen Jahren rasant zugenommen, berichtet Dörthe Notzon. „Das erleichtert uns die Arbeit, aber anders wäre die Arbeit heute auch nicht mehr zu bewältigen.“ So habe sich das Probenvolumen seit Anfang der 1990er Jahre in etwa verdreifacht, schätzt sie. Zwei wesentliche Gründe für diesen Anstieg: Der Zuwachs an Betten im Brüderkrankenhaus und der Bedarf an Blutuntersuchungen für das Zentrum für Notaufnahme (ZfN), das allein 2017 von mehr als 33 000 Menschen aufgesucht wurde. Prof. Dr. med. Christian Kölbel, Vorsitzender der Laborkommission und der verantwortliche Laborarzt Dr. med. Heinz Kirchen freuten sich über die Investition des Hauses in den Ausbau des Zentrallabors, entgegen dem Trend in der Laborlandschaft. Sie betonten die Vorteile des hauseigenen Labors für die zeitnahe Versorgung der Patienten.

Das neue Zentrallabor sowie die neuen Zentralumkleiden, die am Mittwoch ebenfalls eingesegnet wurden, sind Teil des größten Bauprojekts im Brüderkrankenhaus der vergangenen Jahrzehnte, das in verschiedenen Bauphasen realisiert wird. Bereits 2013 wurde mit der Inbetriebnahme der neuen hauseigenen Küche der erste Bauabschnitt fertiggestellt. Mit der Fertigstellung und Inbetriebnahme der neuen zentralen OP-Abteilung folgte 2017 der zweite und wichtigste Abschnitt des Großvorhabens. Nach dem Neubau des Labors stehen jetzt noch die bereits laufende Sanierung und der Umbau der früheren OP-Fläche bis Ende 2019 auf dem Programm.

Insgesamt werden alle Maßnahmen mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 53,5 Millionen Euro zu Buche schlagen, von denen das Land Rheinland-Pfalz rund 32 Millionen Euro als Zuschüsse bereitstellte. Auf das neue Zentrallabor entfallen etwa 4,5 Millionen Euro, davon zwei Millionen Euro aus Landesmitteln.

 Das Brüderkrankenhaus ist ein Krankenhaus der Schwerpunktversorgung und verfügt aktuell über 632 Betten, 15 medizinische Fachabteilungen und 15 Kompetenzzentren. Etwa 2600 Mitarbeiter versorgen jährlich etwa 31 000 Patienten stationär und 56 000 Patienten ambulant. Das Leistungsspektrum der spezialisierten Fachabteilungen deckt nahezu alle medizinischen, diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten ab. In medizinischen Kompetenzzentren wird der Patient zentral und in einer interdisziplinären Zusammenarbeit unterschiedlicher Fachbereiche versorgt.

Das Brüderkrankenhaus ist eines von fünf notfallmedizinischen Zentren in Rheinland-Pfalz mit Brustschmerz-Einheit (Chest Pain Unit) und überregionaler Schlaganfall-Einheit (Stroke Unit). Es ist überregionales Traumazentrum und fest eingebunden in das rheinland-pfälzische Notfall- und Intensivtransportsystem.