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Hetzerath wächst und wächst

Hetzerath wächst und wächst

Die Gemeinde Hetzerath wächst. Seit Jahren wird stetig gebaut, allein im zweiten Bauabschnitt im Neubaugebiet Mühlenborn wurden 36 Baugrundstücke zur Verfügung gestellt In der Bahnhofstraße entstehen 13 neue Grundstücke durch einen privaten Investor.

Hetzerath. Der Name Jakoby stand jahrzehntelang für hervorragende Spritzgeräte aus Hetzerath für den Weinbau. Doch das ist Vergangenheit. 2010 mietete die Firma Lemke das Gelände und produzierte dort ebenfalls Spritzgeräte, bevor sie in Föhren ein eigenes Gebäude bezog. Und in Hetzerath herrschte Leerstand.
Ungefähr sieben Jahre später kommt wieder Leben in diesen Bereich der Bahnhofstraße, denn die Firma Lehnen hat das 1,3 Hektar große Gelände gekauft und möchte dort ein Wohngebiet errichten. Dazu sagt Anne Willwert von der Entwicklungsgesellschaft "Am Bahnhof Hetzerath": "Das Gelände war uns schon länger aufgefallen, und die Lage ist optimal für eine Wohnbebauung." Und wie genau soll das möglich werden? "Das alte Verwaltungsgebäude bleibt erhalten, da es eine schöne Fassade hat und das Ortsbild von Hetzerath prägt. Wir werden das Gebäude zu einem Wohn- und Geschäftsgebäude ausbauen."
Die alten Hallen werden aber 13 Einfamilienhäusern und einem Mehrfamilienhaus weichen müssen. In der Gemeinderatssitzung wurde über das Projekt informiert. Beschlüsse wurden keine gefasst. Dennoch waren schon einige Kaufinteressenten bei der Sitzung und hörten sich die Pläne an.
Teilweise wird die Firma Lehnen selbst auf dem Gelände bauen. Dem Gemeinderat ist wichtig, dass ein Gutachten zu den Bodenbelastungen erstellt wird. Der Investor rechnet nicht mit Problemen: Baubeginn soll im März 2017 sein, die ersten Häuser könnten in der zweiten Jahreshälfte 2017 gebaut werden.
Ein weiteres Projekt der Firma in Hetzerath ist ein sechs Hektar großes Fotovoltaik-Gebiet, das am Ortsausgang Richtung Klüsserath liegt. Auf dem ehemaligen Kiesgrubengelände soll eine Anlage gebaut werden, über die 1000 bis 1250 Haushalte mit Strom versorgt werden können. Der frühere Bürgerservice, jetzt WES-Green, ist für die Projektentwicklung und den Bau zuständig. red