Problematik wird heruntergespielt

Problematik wird heruntergespielt

Zum Bericht "Note Fünf für die Förderung" (TV vom 22. Februar) über die Gemeinsame Orientierungsstufe in Schweich:

Ein Artikel, der auf ein großes Problem aufmerksam machen soll. Schade nur, dass Mitarbeiter der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) dieses offenbar nicht erkennen beziehungsweise die Problematik herunterspielen. Zitat: "Es wird immer Schüler und Eltern geben, die glauben, über- oder unterfordert zu sein."

Wer soll sich denn beklagen, wenn nicht die Eltern der starken und schwachen Schüler? Zudem diese wohl logischerweise die Mehrheit in dem neuen Schulsystem ausmachen dürften. Ein Schulsystem, welches binnen kürzester Zeit aus dem Boden gestampft worden ist, um insbesondere diesen Schülern gerecht zu werden. Ein System, welches uns Eltern als Chance für alle Kinder angepriesen worden ist. Wo aber bleiben denn genau diese Schüler, die eben mehr Forderung beziehungsweise Förderung benötigen, wenn nicht genug Lehrpersonal vorhanden ist? Die Schlechten rutschen wegen Überforderung ab, die Guten werden irgendwann zu Leistungsverweigerern, da sie nicht ihren Fähigkeiten entsprechend gefordert werden.

Damit man mich nicht falsch versteht: Ich kritisiere hier nicht die Schule. Ganz im Gegenteil, da diese meiner Meinung nach das Beste aus der schlechten Ausgangssituation macht und sich trotz personeller Engpässe gut schlägt. Ich verurteile solche schnell getätigten Aussagen wie die der Mitarbeiterin der ADD, die offensichtlich den Sinn des neuen Schulsystems nicht ganz verstanden hat.

Tanja Schmitz, Trier

SCHULEN

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