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Schweicher Realschule plus und Trierer Autozulieferer unterzeichnen Patenschaft

Schweicher Realschule plus und Trierer Autozulieferer unterzeichnen Patenschaft

Der Autozulieferer GKN driveline aus dem Trierer Hafen und die Stefan-Andres-Realschule plus Schweich arbeiten schon lange zusammen. Nun haben Schulleitung und Geschäftsführung eine offizielle Lern- und Bildungspatenschaft abgeschlossen.

Schweich/Trier. "Wir formen die Zukunft" - dieser Slogan gilt bei GKN driveline nicht nur für das Umformen von Metallteilen zu Gelenkwellen, sondern auch für das Personal. 50 der 530 Mitarbeiter sind Auszubildende, seit 50 Jahren bildet der Weltkonzern am Standort Trier aus, formt seine eigenen Facharbeiter. Um auch in Zukunft genügend Azubis zu haben, ist GKN driveline sehr aktiv bei der Suche nach jungem Personal. Seit einiger Zeit arbeitet das Unternehmen mit Sitz im Trierer Hafen daher auch mit der Stefan-Andres-Realschule plus Schweich zusammen.
Nun wurde aus dieser Kooperation ein Vertrag, eine sogenannte Lern- und Bildungspartnerschaft, die von Schulleiter Jürgen Nisius, GKN-Geschäftsführer Matthias Henke sowie Personalleiter Gregor Münch bei einem Festakt an der Schule unterzeichnet wurde. Die Bedeutung der Partnerschaft zeigte sich auch am Interesse der örtlichen Politik: Neben VG-Bürgermeisterin Christiane Horsch waren die beiden Landtagsabgeordneten Arnold Schmitt (CDU) und Ingeborg Sahler-Fesel (SPD) und weitere Vertreter, auch der Kammern, anwesend.Praktika und Unterrichtsbesuche


"Wir wollen unseren Schülern die Chance geben, den für sie optimalen Abschluss zu erreichen, und dazu gehört eine frühzeitige Beschäftigung mit der Berufserkundung. Die Vorbereitung aufs Berufsleben ist eine unserer Hauptaufgaben", sagte der Schulleiter. GKN wird den Schülern künftig neben Besichtigungen und Berufspraktika auch Unterrichtsbesuche von Firmenvertretern, Eignungstests und einen gezielten Informationsaustausch anbieten.
"Wir wollen für einen reibungslosen Übergang von der Schule in die Ausbildung sorgen", sagten Nisius und Henke. "Wir haben eine ganz geringe Fluktuation, denn wir investieren in unsere qualifizierten Mitarbeiter", betonte Henke die besondere Bedeutung der Ausbildung für GKN.
Schon seit vielen Jahren nimmt GKN an der Berufsmesse der Stefan-Andres-Schule teil. "Diese Patenschaft ist ein Zusammenschluss starker Partner, ein langjähriger Mehrwert", sagte Heike Düpre, bei der Industrie- und Handelskammer Trier zuständig für die Schulpartnerschaften.
Dass Schule und Wirtschaft angesichts von bald 20 000 fehlenden Fachkräften in der Region neue Wege gehen müssen, betonte Arnold Schmitt: "Firmen müssen früh dran sein, um Azubis zu finden, und Schulen müssen frühzeitig auf die Arbeit vorbereiten. Der Job soll ja auch Spaß machen." BPExtra

Seit 1965 gibt es das Unternehmen (früher Walterscheidt) in Trier. Aus der ehemaligen Schmiede wurde ein Umformbetrieb, der Teile für die Antriebstechnik aller großen Automarken produziert. 950 junge Menschen wurden in Trier ausgebildet. 2015 produzierte GKN 92 Millionen Teile. Umsatz: 163 Millionen Euro. BP