Sonderkommission Antike

Anfang September, Trier verliert sich im Konstantin-Rausch. Zwei Morde öffnen einen Abgrund unvermuteten Ausmaßes. Die Trie rer Polizei muss in Bistumskreisen ermitteln. Der Skandal ist Carl von Liesers achter Streich, mit dem er in seinem Moselkrimi "Tödliche Antike" Triers beschauliche Fassade einreißt.

Trier. Wahre Begebenheiten, wie der Anfang Februar und Ende April doppelt demolierte Konstantin-Fuß vor der Basilika, haben Carl von Lieser zu seinem achten Kriminalroman inspiriert. Unter den Schutt der Antike legt der Autor einen Toten, einen zweiten in die Kaiserthermen. Opfer des Doppelmordes sind Pfarrer des Bistums. Neben der Trierer Polizei beginnt Bischof Johann Junker zu ermitteln, der den drohenden Eklat zu verschleiern versucht.Die Bistumsverwaltung bleibt in "Tödliche Antike" ebenso wenig von der spitzen Feder von Liesers und seinen bissigen Seitenhieben verschont wie die Trierer Tourismuszentrale. "Sicher ist das nicht zu jedermanns Gefallen, aber als Autor darf man sich das erlauben", sagt Carl von Lieser alias Karl-Josef Prüm. Zwar seien Handlung und Figuren, mit Ausnahme zweier Personen, frei erfunden, Bezüge zu Realität und Gegenwart sind aber erkennbar und gewünscht. Zumal der Autor seine Geschichte in der Realzeit, Beginn ist der 4. September, und an Originalschauplätzen ablaufen lässt. Vor jedes Kapitel setzt er einen Auszug aus der Trierer Stadthistorie und verzeichnet die geschichtsträchtigen Orte in einem skizzierten Stadtplan."Tödliche Antike" ist im S/T-Verlag Trier erschienen und im Buchhandel erhältlich.