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Feuer im Keller: Brandmelder geben Alarm

Weil die Brandmelder rechtzeitig Alarm gaben, wurde ein Kellerbrand in einem Olewiger Mehrfamilienhaus nicht zur Katastrophe. Die Bewohner bemerkten den Rauch und liefen nach draußen. Von Miguel Castro und Jörg Pistorius

Trier-Olewig. Ein Defekt in der Heizungsanlage war laut Mitteilung der Feuerwehr die Ursache: In einem Mehrfamilienhaus in Trier-Olewig hat es in der Nacht zum Dienstag in einem Keller gebrannt. Wegen Verdacht auf Rauchgasvergiftung wurden zwei Personen in ein Krankenhaus gebracht. Brandmelder hatten frühzeitig Alarm geschlagen.

Viele Bewohner liefen nach draußen



Einsatzleiter Rudolf Schönhofen von der Berufsfeuerwehr Trier hob deshalb am Dienstagmorgen die Bedeutung der Geräte hervor. Aufgrund des Alarmsignals der Rauchmelder seien viele Bewohner des Mehrfamilienhauses in der St.-Anna-Straße auf den Rauch aufmerksam geworden. Deutlich über die Hälfte der insgesamt 42 Menschen im Haus eilte nach draußen, noch bevor die durch einen Notruf alarmierte Feuerwehr eintraf.

Das Feuer ist gegen 1.45 Uhr im Hauskeller ausgebrochen, Rauch verteilte sich im Treppenhaus des achtgeschossigen Gebäudes. Ursache war laut Mitteilung der Leitstelle ein technischer Defekt an einer Heizungsanlage.

Die Feuerwehr konnte das Feuer im Keller von außen rasch löschen. Sie überprüfte zudem das leicht verrauchte Treppenhaus und bat Bewohner, die ihre Wohnungen nicht verlassen hatten, drinnen zu bleiben.

Für die Hausbewohner habe im Nachhinein keine Gefahr bestanden, der Brand sei noch glimpflich verlaufen, sagte Schönhofen. Das Haus habe nicht evakuiert werden müssen. Vor Ort untersuchte der Notarzt insgesamt 27 Hausbewohner wegen Atembeschwerden.

60 Feuerwehrleute und 30 Rettungskräfte



Zwei Bewohner wurden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus gebracht, die anderen konnten in ihre Wohnungen zurückkehren. In ersten Berichten unmittelbar nach dem Feuer war die Sachlage noch wesentlich dramatischer geschildert worden. So war zuerst von 20, dann von 18 Verletzten die Rede. Später wurden diese Zahlen zurückgenommen.

Im Einsatz waren 60 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr sowie der Löschzüge Trier-Mitte und Olewig sowie 30 Angehörige des Malteser Hilfsdienstes und des Deutschen Roten Kreuzes. Der Sachschaden am Haus beträgt laut Angaben der Trie rer Polizei 15 000 Euro.