| 18:38 Uhr

Finn und Philipp - Pluwiger Erstklässler begleitet Bayern-Kapitän aufs Feld

FOTO: privat
München/Trier. Für den Rekordmeister ist im heimischen Stadion ein Traum zerplatzt, für Finn aus Pluwig (Kreis Trier-Saarburg) ist dagegen ein großer Traum wahrgeworden. Er durfte als Einlaufkind beim Champions-League-Spiel mit den Mannschaften von Bayern München und Real Madrid den Rasen betreten. Mirco Blahak

Hand in Hand mit Bayern-Kapitän Philipp Lahm ging es aus dem rot erleuchteten Spielertunnel hinaus in die mit 68.000 Zuschauern voll besetzte Allianz-Arena.

"Das war eine große Überraschung und ein tolles Erlebnis", schwärmte der Siebenjährige im TV-Gespräch. Seine Eltern, Stefan und Diana Gromzick, hatten dem Erstklässler erst am Spieltag zu Hause beim Frühstück gesagt, dass Papas Bewerbung für Finn über den Champions-League-Sponsor Mastercard erfolgreich war.
"Ich dachte zuerst, meine Eltern wollen mich veräppeln. Ich habe es erst geglaubt, als wir ins Auto gestiegen sind." Ab da konnte es Finn, der großer Bayern-Fan ist, nicht mehr erwarten.

Um 19 Uhr ging es ins Stadion. Dort wurde ausgelost, wer mit wem einläuft. Finn zog ein rotes Kaubonbon - also Bayern. Die Reihenfolge ging dann nach der Größe. Finn, mit 1,20 Meter der Kleinste unter den anwesenden Einlaufkindern, stand als Erstes in der Reihe - und damit neben Spielführer Lahm.
Aber auch die anderen Stars gaben sich die Ehre. Finn konnte mit Cristiano Ronaldo und Co. abklatschen. "Ich habe nachts noch mal von dem Abend geträumt", berichtet der Bambinispieler der JSG Pluwig-Gusterath. Erinnerungsfotos soll er nächste Woche zugeschickt bekommen.

Das Spiel verfolgte er an der Seite seiner Eltern vom Mittelrang aus. Ein bleibendes Erlebnis: "Ich war schon bei Spielen in Köln, Kaiserslautern und Mainz. So laut wie in München war es aber nirgends."
Das Ergebnis von 0:4 war nicht prickelnd, aber nicht entscheidend. Gut für Finn, dass er auch Real Madrid etwas abgewinnen kann. Das Finale in Lissabon am 24. Mai wird er sich auf jeden Fall anschauen. Dann allerdings vom heimischen Sofa aus.