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Leerstand ist ein Kostenfaktor und für die Stadt ein Verlust

Stadtentwicklung

Zum Neubau von 31 Sozialwohnungen in der Nähe des Hofguts Mariahof sowie zu den Berichten „Jetzt wird verputzt, im Januar ist Einzug“ (TV vom 16. September 2017) und „Wohnungstausch mit Tücken (TV vom 4. Mai 2018):

„Hier lang, Sie müssen sich die Eckwohnung ansehen, da würde ich selbst gerne wohnen!“ verkündete der Baudezernent Andreas Ludwig im September 2017 bei einem Ortstermin im Neubau der Sozialwohnungen in Mariahof.

Im Jahr 2017 ging es der Stadtverwaltung nicht schnell genug, die 31 Wohnungen am Hofgut Mariahof  zur Verfügung zu stellen. Auf Grund des Zeitdrucks wurden diese Wohnungen  in der teuren, aber schnellen Modulbauweise mit all ihren technischen Nachteilen durch auswärtige Firmen erstellt.

Im Januar 2018 sollte Einzugstermin sein, doch die 31 Wohnungen stehen im Juni 2018 immer noch leer. Ein Bauzaun sichert das unfertige Gelände, denn die Außenanlage zu den Gebäuden befindet sich noch im Rohzustand. Von Bauarbeitern und Handwerkern ist seit Wochen nichts zu sehen.

Da muss man sich die Fragen stellen: Wieso werden die angeblich bezugsfertigen Wohnungen noch nicht bezogen? Hat die Verwaltung versäumt, die Ausschreibung für die Außenanlage rechtzeitig zu erstellen? Eines ist jedenfalls sicher: Leerstand ist ein Kostenfaktor beziehungsweise hier ein Verlust!

Immerhin verliert die Stadt durch Nichtbezug bei angegebenen 1867 Quadratmetern Wohnfläche und angenommenen 6 Euro pro Quadratmeter  Einnahmen von 11 202 Euro pro Monat.

Wie lange können sich die Verantwortlichen der hochverschuldeten Stadt Trier solche Fehlplanungen noch leisten?

Mein Fazit: So dringend scheint der neu geschaffene Wohnraum nicht gebraucht zu werden.

Wolfgang Sattler, Trier