Frist gesetzt: Schutt soll weg

Frist gesetzt: Schutt soll weg

Im Oktober vergangenen Jahres zerstörte ein Großbrand das Hotel "Anna Maria" in Daun. Danach wurden die Reste des Hotels eingerissen. Eigentümer Srecko Cagalj hat nun vom Kreis eine Frist gesetzt bekommen, den Schutt zu räumen.

Daun. Ein Aushängeschild ist die abgebrannte und eingerissene Ruine des Hotels "Anna Maria" für Daun nicht, und viele haben sich zwischenzeitlich gefragt, wie lange dieser Zustand noch bleibt. An der Beseitigung des Schutthaufens hat auch der Dauner Sprudel Interesse. So bat Geschäftsführer Karl-Heinz Groß die Kreisverwaltung schriftlich, Sorge dafür zu tragen, dass die Überreste des Hotels vom Eigentümer schnellstens entsorgt werden. Auf TV-Anfrage teilte die Kreisverwaltung mit, dass Ende Januar eine Beseitigungsverfügung gegen den Eigentümer erlassen wurde. "Herr Cagalj wurde damit aufgefordert, unmittelbar nach Zustellung mit der Entsorgung des Brandschutts zu beginnen und diese innerhalb eines Monats zum Abschluss zu bringen", erklärte Reinhard Adrian vom Eigenbetrieb Abfallwirtschaft. Bis Ende Februar muss der Schutt also weggeräumt werden. Hotelbesitzer Srecko Cagalj war auf Anfrage nicht bereit, einen Termin für die Abfuhr des Schutts zu nennen. "Das ist noch nicht alles geregelt, ich weiß es also nicht. Wovon soll ich das jetzt auch bezahlen? Wenn die Versicherung bezahlt, wird auch weggeräumt", so seine Antwort. Offiziell ist das Verfahren gegen den Hoteleigentümer wegen des Verdachts der Brandstiftung eingestellt worden.Sollte der Kroate allerdings innerhalb der vom Kreis gegebenen Frist das Gelände nicht räumen lassen, käme sogenannte Ersatzvornahme zum Tragen. Adrian: "Dann werden wir jemand beauftragen müssen, den Schutt zu beseitigen und das zunächst auch bezahlen müssen. Diese Maßnahme ist auch in der Verfügung angedroht worden. Wie wir danach allerdings irgendwann mal an unser Geld, was ja Steuergeld ist, kommen, ist eine andere Frage." Auf 80 000 bis 100 000 Euro schätzt Adrian die Räumungskosten. Was allerdings danach mit dem Gelände und den verbliebenen Gebäudeteilen passiert, ist unklar. "Wir sind bereit, auf der Suche nach einem Investor zu helfen", sagt Stadtbürgermeister Wolfgang Jenssen. Allerdings macht sich auch die Stadt schon ihre Gedanken über eine neue Gestaltung des Areals. "Der Bauausschuss der Stadt will für das Gesamtgebiet eine Untersuchung in Auftrag geben, was da eigentlich möglich ist", erklärt Jenssen. MeinungSchnelle Lösung Beim Blick auf die Überreste des Hotels Anna Maria kommt einem unweigerlich die "unendliche Geschichte" des Abrisses der Ruine des Hotels Fries-Porz ins Gedächtnis. Ein ewiges Hin und Her gab es damals, und einen ähnlichen Fall kann die Stadt Daun definitiv nicht mehr brauchen. Deshalb ist es gut, dass diesmal das Problem zügig angegangen worden ist. Der Schutt muss schnell weg, auch um diesen Schandfleck am Stadteingang zu beseitigen. Ist das erledigt, kann man sich immer noch in Ruhe Gedanken machen um die Zukunft des Areals. s.sartoris@volksfreund.de