1. Region
  2. Vulkaneifel

Fußballspielen bei jedem Wetter

Fußballspielen bei jedem Wetter

Es ist geschafft: Der Sportverein Gerolstein 1919 hat endlich sein neues Kleinspielfeld eingeweiht. Voran gegangen waren viele Schwierigkeiten wie Bau- und Finanzierungsprobleme und Bedenken bezüglich des eingebauten Gummigranulates, das angeblich gesundheitsschädlich sein soll.

Gerolstein. Kilian, Noah, Jonas, Elian, Luca, Juliano, Felix, Luke und Jakob haben das neue Kleinspielfeld, das immerhin eine Größe von 40 mal 20 Meter hat, schon längst erobert und eingeweiht, bevor die Prominenz der Behörden und Institutionen ihre offiziellen Ansprachen hält. "So was wollte ich immer schon haben. Wenn man hier mal fällt, ist man nicht so dreckig wie auf dem alten Bolzplatz. Ich werde bestimmt oft hierhin kommen", sagt der achtjährige Samuel Mertes, der in Birresborn und Gerolstein zu Hause ist. Der kleine Fußballfan kann hier auf Kunstrasen nun endlich seinem Hobby nachgehen und das bei Wind und Wetter.
SV-Chef "Jorsch" Linnerth ist an diesem Sonntag der offiziellen Eröffnung des Kleinspielfeldes sicher ein Stein vom Herzen gefallen, denn der Weg dorthin war nicht nur von Finanzierungsproblemen, sondern auch noch mit Problemen bei den Tiefbauarbeiten und zuletzt von Diskussionen über das vermeintlich gesundheitsschädliche Gummigranulat unter dem Kunstrasenplatz gepflastert.
"Es gab gar keine Alternative zum Granulat, die realistisch waren. Alle anderen Sportplätze hier sind ja auch mit diesem Granulat gebaut", erklärt der SV Chef.
Das Minispielfeld kommt den Jugendfußballern im Gerolsteiner Land, den Schulen, aber auch der offenen Jugendarbeit und der Integration von Kindern und Jugendlichen der Migranten zugute.
Der SV-Vorsitzende sieht nun das erfolgreiche Resultat seiner Arbeit und freut sich darüber. "Ich bin froh, dass es geschafft ist. Der Sport, insbesondere der Fußball, braucht solche Plätze, denn in der Sozialisation unserer Kinder ist der Sport sehr bedeutend. Auch für den SV Gerolstein mit seinen 850 Mitgliedern erhofft sich Linnerth einen zusätzlichen Schub. Sein Appell an die Jugendlichen: "Geht sorgsam mit der Einrichtung um, denn nur so wird sie eine Bereicherung bleiben." Walter Desch, Präsident des Fußballverbandes Rheinland (FVR), skizzierte noch einmal den Weg zum Gerolsteiner Kleinspielfeld, das eines von bisher fünf im Bereich des Fußballverbandes ist. Der Verband fördert die Anlagen durch seine Stiftung "Fußball hilft".
"In erster Linie ist es uns wichtig, dass die Jugendlichen sich sportlich betätigen, die Kleinspielfelder sind ein Punkt unserer Jugendarbeit." HG
Extra

Insgesamt 103 500 Euro kostete das neue Kleinspielfeld. Vom Fußballverband Rheinland gab es dazu einen Zuschuss von 20 000 Euro, der Landeszuschuss betrug 16 000 Euro, die Stadt Gerolstein und die VG Gerolstein gaben je 25 000 Euro. Der Verein wird sich mit rund 6000 Euro beteiligen. Macht 92 000 Euro. Die bestehende Lücke will der SV noch durch Sponsorengeld schließen. HG