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Junge Schauspieler auf den Spuren von St. Martin

Junge Schauspieler auf den Spuren von St. Martin

Zum Abschluss des "Martinsjahres" in der Pfarreiengemeinschaft Hillesheimer Land haben mehr als 30 Kinder und Jugendliche des Theatervereins Wiesbaum vor etwa 200 Besuchern das Musical "Martin - mehr als der Mantel" aufgeführt. Die Lieder sang der "Chor ohne Namen".

Wiesbaum/Hillesheim. Die Zeit wandelt sich, doch die Botschaft bleibt: Teilen bedeutet auch Heilen, und zwar den, der gibt, und den, der nimmt. Darauf basiert das musikalische Theaterstück "Martin - mehr als der Mantel", in dem die beiden Autorinnen Gisela Heitmann und Maria Neuhaus (Menden) 2012 die wichtigsten Begebenheiten aus dem Leben des Heiligen Martin im vierten Jahrhundert in zeitgemäße Worte fassten und in Szene setzten und wozu Uli Düllberg (Arnsberg) die Musik komponierte.
Die Pfarreiengemeinschaft Hillesheimer Land erwarb das Aufführungsrecht. Und wo im November 2015 - in der St. Martins kirche in Wiesbaum - Pfarrer Andreas Paul anlässlich des 1700. Geburtstags des populären Heiligen und Pfarrpatrons ein "Martinsjahr" ausgerufen hatte (der Trierische Volksfreund berichtete), schloss nun das Musical die vielfältige Veranstaltungsreihe ab.
33 Kinder und Jugendliche - das jüngste zwei Jahre alt, der Älteste 15 - führten im Altarraum der Pfarrkirche die Berufungsgeschichte des römischen Offiziers Martinus bis zu seiner Ernennung zum Bischof von Tours auf. Björn Theobald (14) hatte die Rolle des Martin. Natürlich war die Mantelteilung als wohl bekannteste Legende um den Heiligen wichtig. Aber auch die Geschichte des Bettlers selbst war Thema, die Seherin Clara wirkte mit, und es gab einen kleinen Exkurs zur Martinsgans: Martin soll sich in einem Gänsestall versteckt haben, als die Menschen ihn zum Bischof haben wollten, doch das wild schnatternde Federvieh verriet ihn.
Seit September hatten die Kinder und Jugendlichen mit Wilma Hoffmann und Regina Stuck vom Theaterverein Wiesbaum geprobt. Die beiden Frauen haben zwar jahrelange Erfahrung mit Stücken in kleineren Ensembles - "aber noch nie mit so vielen gleichzeitig", erzählen sie dem TV. Nun können sie mit Recht stolz auf die Leistung der jungen Schauspielschar sein, die das 90 Minuten dauernde Musical mit Freude und Natürlichkeit meisterte. Das Publikum klatschte stehend Beifall. Dieser galt auch dem von Matthias Peter geleiteten "Chor ohne Namen" mit seinen glänzenden Solisten Anna Weber, Tina Weber und Peter Kaspers.