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Große Mehrheit für Bahnhofssymbolik

Große Mehrheit für Bahnhofssymbolik

Bahnsignale, Gleise und ein Gerolstein-Schild: Der Stadtrat von Gerolstein hat sich in der Frage der Gestaltung des neuen Kreisverkehrs an der Postbrücke am Bürgervotum orientiert und sich mehrheitlich für die Variante ausgesprochen, die auch die meisten Bürger favorisiert hatten. Dennoch gab es noch mal eine Grundsatzdiskussion.

Gerolstein. Mehrheitlich bei vier Gegenstimmen (FWG und FDP) und einer Enthaltung hat sich der Stadtrat von Gerolstein darauf geeinigt, wie der Innenraum des neuen Kreisels an der Postbrücke gestaltet werden soll. Die Gestaltung orientiert sich an dem Vorschlag von LBM-Mitarbeiterin Melanie Stellmes, bei dem das Rund mit viel Eisenbahnsymbolik gefüllt wird - unter anderem Bahnsignale, Gleise und ein Gerolstein-Schild. Die Detailplanung soll nach Wunsch der Stadt nicht an ein Architektenbüro, sondern an den LBM vergeben werden. Zudem soll der Kostenrahmen von 15 000 Euro, die der Bund der Kommune zur Verfügung stellt, eingehalten werden.
Heftige Diskussion


Und obwohl sich bereits von Anfang an herauskristallisiert hatte, dass die Gestaltung des Kreisels an der Einfahrt zum Bahnhof sich eben auch mit der Bahnhofsthematik beschäftigen soll, entfachte sich nun erneut eine Grundsatzdiskussion. Allen voran Heinz Weber (FWG) wetterte: "Ich war von Anfang an der Meinung, dass der Entwurf Scheiße ist. Es ist ein rückwärtsgewandtes, altbackenes Motiv, das allenfalls Märklin-Eisenbahnfans erfreut oder unseren Seniorenclub hier im Rat. Die Jugend gewinnt man damit jedenfalls nicht." Und bei 168 eingegangenen Beiträgen von einer breiten Mehrheit in der Bürgerschaft zu sprechen, ist laut Weber "schon sehr vermessen".
Andere Ratsmitglieder wie SPD-Fraktionssprecher Uwe Schneider hingegen hielten die Bürgerbeteiligung für eine "gute Sache". Und Markus Hetzius von der CDU-Fraktion, die auch die Idee mit der Planung durch den LBM hatte, regte zudem an: "Wir sollten versuchen, kostengünstig an das Material für die Innenraumgestaltung zu kommen. Es laufen da auch bereits Gespräche." Denn: Die Signale, Gleise und sonstigen Bahngegenstände müssen von der Stadt bezahlt werden. Wann die Gestaltungsarbeiten in Angriff genommen und fertiggestellt werden, ist allerdings noch unklar. mh