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Mord und Musik im Lokschuppen

Mord und Musik im Lokschuppen

Das Sinfonische Blasorchester Vulkaneifel (SBO) und Krimiautor Ralf Kramp haben auf der Bühne im Lokschuppen Gerolstein ein Krimi-Konzert präsentiert. Im Mittelpunkt stand der erfolgloseste Mörder aller Zeiten - dazu gab es die passende Musik.

Pelm. Ein Schuss und die "Dutch Masters Suite" von Johann de Meij sorgten im Lokschuppen für die richtige Einstimmung. "Die seltsamen Morde des Mortimer Selsdon" von Krimi-Autor Ralf Kramp über "den erfolglosesten Mörder aller Zeiten" wurden dann eingebettet in ein besonderes Musikarrangement des Sinfonischen Blasorchesters Vulkaneifel. Vor der Premiere hatten sich dessen 55 Musiker und Ralf Kramp ein Dreivierteljahr vorbereitet. "Die Idee ist schon vor zwei Jahren entstanden, als wir beim Orchester einen neuen Dirigenten bekommen haben", erzählt Orchestersprecher und SBO Manager Christian Hilgers. "Das erste Treffen fand dann im Krimi-Café statt. Unser neuer Dirigent Stefan Kollmann war total begeistert von der Atmosphäre, und es war für ihn klar: Wir müssen was mit Krimi machen."
Nun musste noch Ralf Kramp von der Idee begeistert werden. Mit Erfolg: "Ich kannte das Orchester gar nicht und war völlig von den Socken, als ich auf einer CD die Musikstücke des sinfonischen Blasorchesters hörte, die für ein eventuelles Krimikonzert vorgesehen waren", erinnert sich Kramp. Nun musste Kramp noch die Geschichte um die Musik schreiben. "Das machte wahnsinnig viel Spaß". Für Dirigent Stefan Kollmann war es auch ein Erlebnis: "Die Proben waren extrem spannend, weil uns schon bewusst war, dass das hier das Niveau einer Opernaufführung bekommt. Durch die Mischung aus Texten, Sondereinlagen und Musik bekommt das Ganze aber eine besondere Spannung."
Zurück zur Kriminal-Story: Der blutige Anfänger Mortimer Selsdon, Spross einer englischen Mörder-Dynastie, begeisterte die Zuschauer im Lokschuppen. Alle seine Mordversuche scheiterten, wie Kramp anschaulich vortrug. "Das Krimi-Konzert hat mir sehr gut gefallen, alles war sehr stimmig zwischen Musik und Autor", sagte Besucherin Anne Willems aus Prüm. HG