Neue Struktur

STUTTGART/TRIER. (red) Die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck, zu der auch der Trierische Volksfreund gehört, erhält eine neue Gesellschafterstruktur: Dieter von Holtzbrinck scheidet aus dem Unternehmen aus und überführt sein Vermögen in eine Familienstiftung.

Der Gesellschafterstamm Dieter von Holtzbrinck (Foto) scheidet zum 30. Juni aus der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck (GvH) aus, um schrittweise den Unternehmenswert seiner Ein-Drittel-Beteiligung an der Verlagsgruppe in eine gemeinnützige Familienstiftung zu überführen. Die Gesellschafterstämme Monika Schoeller-von Holtzbrinck und Dr. Stefan von Holtzbrinck werden künftig je 50 Prozent an der GvH halten. Dieter von Holtzbrinck, Jahrgang 1941, arbeitete seit 1970 in führenden Positionen in dem von seinem Vater gegründeten Familienunternehmen. Von 1980 bis 2001 leitete er die Verlagsgruppe als Vorsitzender der Geschäftsführung, um dann, 60-jährig, den Vorsitz im Aufsichtsrat zu übernehmen. Diese Position wird künftig Professor Lothar Späth wahrnehmen, der bisherige stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende. Nach dem Tod von Georg von Holtzbrinck im Jahr 1983 baute Dieter von Holtzbrinck die Verlagsgruppe aus. Bei Übergabe der operativen Führung an seinen Bruder Stefan, Jahrgang 1963, im Mai 2001 war aus dem Unternehmen eine international tätige Mediengruppe geworden. "Nach 36 guten und spannenden Jahren als Unternehmer und Verleger ist es Zeit, die von meiner Familie und mir schon lange gehegte Idee einer sozial tätigen Familienstiftung in die Tat umzusetzen", begründete Dieter von Holtzbrinck seine Pläne. Zur Zukunft der Verlagsgruppe sagte er, bei seinem 22 Jahre jüngeren Bruder Stefan von Holtzbrinck sei das Unternehmen in guten Händen. "Die Verlagsgruppe ist in bester Verfassung, finanziell wie publizistisch." Stefan von Holtzbrinck dankte dem Bruder und versprach: "Die Veränderung im Gesellschafterkreis wird weder die traditionell langfristig orientierte Unternehmenspolitik und -struktur noch die finanzielle Stabilität beeinträchtigen." S Ein Interview mit Dieter von Holtzbrinck lesen Sie im Intrinet.

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