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Baustelle auf der A 1: Das meinen unsere Leser

Dies ist der Grund für die Verkehrsbehinderungen auf der Autobahn bei Salmtal: In Höhe Esch wird derzeit eine Lärmschutzwand errichtet. Hier wird ein weiteres Bauteil hinzugefügt. TV-Foto: Klaus Kimmling
Dies ist der Grund für die Verkehrsbehinderungen auf der Autobahn bei Salmtal: In Höhe Esch wird derzeit eine Lärmschutzwand errichtet. Hier wird ein weiteres Bauteil hinzugefügt. TV-Foto: Klaus Kimmling
An der Baustelle auf der Autobahn in Höhe der Anschlussstelle Salmtal haben sich bereits mehrere Unfälle ereignet. Ist die Verkehrsführung gefährlich oder sind die Autofahrer zu unvorsichtig? Wir haben dazu unsere Leser nach ihrer Meinung gefragt. Hier einige Antworten:


Ich befand mich am Freitag auf der A 1 Richtung Trier zu einer Tagung. Circa 1000 Meter vor der Ausfahrt Salmtal stand ich etwa zwei Stunden im Stau, so dass ich die Ausfahrt nicht erreichen konnte. Erst kurz vor Staubeginn wies ein Polizeiwagen darauf hin. Warum wurde nicht schon beim Autobahnkreuz Wittlich West darauf hingewiesen, oder warum wurden nicht die bereits in Richtung Salmtal befindlichen Fahrzeuge über den Standstreifen umgeleitet?
Übrigens sind mir Freitag Nachmittag keine Arbeiter an der Baustelle aufgefallen! Auffällig war eine eher unkonzentrierte und aggressive Fahrweise, vielleicht wegen der Wetterverhältnisse.
Marlies Günter, Wittlich

Auf dem Foto zum Artikel sieht man einen Schwachpunkt am Beginn der Baustelle: Der fließende Verkehr ist schon "abgewürgt", und dann kommen noch Fahrzeuge von rechts aus der Einfahrt hinzu. In eine Verengung auf eine Fahrspur sollte niemals eine Einfahrt münden!
Michael Sottmeier, Wallscheid

Zum Thema Baustelle auf der A 1 und auch im Allgemeinen zu Autobahnbaustellen und Unfällen auf Autobahnen: Meiner Meinung nach sollte immer ein Sichtschutz errichtet werden. Denn niemand kann sich lossprechen, einmal zu "gaffen". Somit fährt man zu langsam und unaufmerksam. Sowohl auf der eigenen als auch auf der Gegenfahrbahn.
Nicole Follmann, Salmtal

Seit Einrichtung der Baustelle wundere ich mich über die erlaubten 80 Kilometer pro Stunde an dieser Stelle. Ich fahre an dieser Anschlussstelle jeden Morgen auf die A 1 auf. Meine Beobachtung ist die, dass die auf der A 1 ankommenden Fahrzeuge in Höhe der Auffahrspur viel zu schnell fahren. Ich versuche mich auf der Auffahrspur an die Geschwindigkeit der ankommenden Fahrzeuge anzupassen.
Dennoch kommt es immer wieder zu gefährlichen Situationen, weil einem das Einfädeln von den vorbeifahrenden Fahrzeugen verwehrt wird, beziehungsweise, weil sie einfach zu schnell sind. Schafft man es, seine Geschwindigkeit den vorbeifahrenden Fahrzeugen anzupassen, und fädelt ordnungsgemäß ein, bremsen die Fahrzeuge, und der Rückstau beginnt.
Nach meinen Beobachtungen kann die Gefahrensituation nur durch eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 60 Kilometer pro Stunde zu Beginn der Baustelle entschärft werden. 80 Kilometer pro Stunde dürften erst am Ende der Auffahrspur erlaubt werden.
Regina Mattes, Piesport
Mit Interesse habe ich den Artikel gelesen. Mit circa 70 000 pro Jahr gefahrenen Kilometern würde ich mich unter die PKW-Vielfahrer einstufen. Die Baustelle wird mit einem Stau-Warnhinweis sehr früh angekündigt. Doch dann kommt zunächst länger nichts. Wer sich nicht auskennt, muss denken, dass die Baustelle bereits abgebaut ist. Irgendwann kommt dann die Baustelle. Aus meiner Sicht sollte das Tempo-100-Schild in einer größeren Variante gewählt werden.
Bei dieser Baustelle gibt es neben der Einfädelspur noch eine Besonderheit. Da von der in der Baustelle liegenden Brücke auch Abstandsmessungen vorgenommen werden oder wurden, bremsen viele Fahrer verstärkt ab. Folglich wird nicht mehr mit 80 Kilometern pro Stunde, sondern eher mit 50 oder 60 Kilometern pro Stunde gefahren. Hierbei handelt es sich nicht, wie in dem Artikel vermutet, um Baustellengaffer, sondern um Führerscheininhaber, die diesen nicht verlieren möchten.
Die beschriebenen Konstellationen erhöhen aus meiner Sicht erheblich die Unfallgefahr in dieser Baustelle.
Jochen Steigleder, Schweich

Die Straßen sind sicher - es sind die Menschen, die sie unsicher machen durch Ignoranz und Rechthaberei. Vor der A-1-Baustelle wird zu schnell und mit zu geringem Abstand gefahren. Richtiger Abstand ist aber nötig, damit der Reißverschluss funktioniert. Wieviel machen 50 Meter mehr Abstand in der Gesamt-fahrzeit eigentlich aus - schon mal nachgerechnet?
Karl Josef Schleidweiler, Plein