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Radfahren in der Region
Raderlebnis Salm: Sonniger Abschluss der Radsaison

Beim Raderlebnis Salm konnten Jung und Alt sich sportlich betätigen. Viele Familien und Freunde fahren in Kolonnen durch die Region.
Beim Raderlebnis Salm konnten Jung und Alt sich sportlich betätigen. Viele Familien und Freunde fahren in Kolonnen durch die Region. FOTO: TV / Holger Teusch
DREIS/ESCH/SALMTAL/SEHLEM/RIVENICH. Beim Raderlebnis Salm fahren viele Hobbyradler ihre letzte Tour des Jahres. Wer denkt, dass nur Fahrräder unterwegs sein würden, der sieht sich getäuscht. Manche durchqueren die Region sogar im Liegen. Von Holger Teusch

Die Sonne lacht vom strahlend blauen Himmel, es weht nur ein kaum wahrnehmbarer Wind und nach frostigen Temperaturen am frühen Morgen steigt das Thermometer am Nachmittag nahe die 20-Grad-Marke. „Irgendwie ist hier immer gutes Wetter“, lacht Christel Follmann mit dem Zentralgestirn um die Wette. Zusammen mit ihrer Freundin Thekla Stroh und den Ehemännern radelt die 62-Jährige wie jedes Jahr beim Rad-Erlebnistag Salm mit. In Rivenich wird Mittagspause gemacht. Dann geht es zurück die Salm hinauf über Dreis bis zur Breit bei Wittlich, wo die rüstigen Senioren aus der Säubrennerstadt gestartet sind.

„Das ist unsere letzte Etappe des Jahres“, sagt Follmann. Trainiert ist das Quartett nicht zuletzt durch Mehrtages-Radtouren, die sie jedes Jahr entlang der Flüsse der weiteren Umgebung, ob Saar, Mosel, Nahe und Lahn machen. „Wir sind noch normale Strampler“, betont Follmann nicht ohne Stolz. Auf die Unterstützung eines Elektromotors verzichten sie. Damit sind Follmanns und Strohs schon fast in der Minderzahl. Unter den vielen Hundert Radlern fährt etwa die Hälfte auf E-Bikes. Das macht es noch einfacher, auf der weitgehend flachen Strecke die wenigen kurzen Anstiege zu erklimmen. Man sieht aber auch ungewöhnliche, muskelbetriebene Gefährte: Handbikes (mit Handpedalantrieb), Liegeräder und Tretroller. Diese werden nicht etwa nur von Kindern benutzt, sondern auch von Erwachsenen. Für Peter Lames aus Salmtal ist die Strecke entlang des kleinen Flusses sein tägliches Trainingsgebiet. Ulrich Wuttke kommt extra aus Bitburg. „Nach dem Krieg habe ich keinen Roller bekommen“, erklärt der Rentner, weshalb er sich vor 14 Jahren den Kindheitstraum erfüllte. Rollerfahren sei eine sportliche Angelegenheit und biete auch etwas fürs Auge, sagt er: „Man sieht mehr, als beim Fahrrad fahren. Weil man nicht ganz so schnell ist, sieht man mehr Details.“ Zu entdecken gibt es im unteren Salmtal am letzten September-Sonntag einiges. Die Vereine der einzelnen Orte, von Dreis im Norden, über Salmtal, Sehlem, Esch und Rivenich bis Klüsserath bieten den Radlern alle paar Kilometer Verpflegung und Unterhaltung.

Um die Mittagszeit ist an den Bierzeltgarnituren nur noch schwer ein Platz zu finden. Für die Kinder gibt es Spiele, von Tischtennis und Tisch-Kicker bis zur Dorfrallye in Sehlem – und Hinweise, wie man sein Fahrrad verkehrssicher macht und sich richtig im Straßenverkehr verhält.

Ob das Schild „Radfahrer absteigen“ nur versehentlich stehenblieb?
Ob das Schild „Radfahrer absteigen“ nur versehentlich stehenblieb? FOTO: TV / Holger Teusch
Bei solchen Temperaturen darf eines nicht fehlen: Der Grill sorgt für die nötige Stärkung nach der Tour.
Bei solchen Temperaturen darf eines nicht fehlen: Der Grill sorgt für die nötige Stärkung nach der Tour. FOTO: TV / Holger Teusch