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Freizeit
Taten statt Worte: Erst ein Brot und und dann die Spende

Dierscheid. Essen und Helfen: Das Dierscheider Back-Team ruft beim Backfest zur Typisierung mit der Stefan-Morsch-Stiftung auf.

(red) Der alte Baakes in Dierscheid wird wieder zum Leben erweckt: beim Backfest in der Alten Schule, im Karl-Kaufmann-Weg 19. Frisches Brot aus dem alten Steinbackofen, Deftiges und Süßes kann jeder am Samstag, 21. April, ab 14 Uhr probieren. Die vier organisierenden Familien wollen dann nicht nur die fast vergessene Tradition in ihrem Heimatdorf aufleben lassen, sondern auch, gemeinsam mit der Stefan-Morsch-Stiftung, zur Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke aufrufen.

„Wir wollen keine Worte schwingen, sondern lassen Taten folgen“, erzählt der 48-jährige Stefan Backes mit einem Augenzwinkern. Aus der Idee während eines Geburtstags entstand ein Backfest. Mittlerweile ist dieses so bekannt, dass der kleine Ort mit rund 170 Einwohnern an dem Tag rund drei Mal mehr Besucher als Bewohner hat.

Unter dem Motto „Brot und Wein – der Klassiker 2.0“ backen die Familien Loßbrand, Backes, Schröder und Junk schon im vierten Jahr im alten Lehrbackofen. Neben den runden Roggenbroten gibt es auch wieder das Hansenkreuzbrot, in angedeuteter Kreuzform. An den Belag hat das Back-Team auch gedacht: „Es gibt deftige Hausmacher Blut- und Leberwurstplatten“, verrät Backes, „und ab 18 Uhr selbst gemachte Pizza, original Baakes-Art.“ Und wer lieber Süßes mag, auf den wartet ein großes hausgemachtes Torten- und Kuchenangebot.

Zum zweiten Mal dabei ist Winzer Michael Hank vom Weingut Hank aus Longen an der Mosel (Kreis Trier-Saarburg) und bringt eine Auswahl mit  für Kenner und Weinneugierige.

Mit dem Traditionsfest möchten die vier Familien nicht nur Heimatverbundenheit feiern, sondern auch helfen. „Uns geht es so gut, wir haben alles, was wir brauchen, davon möchten wir was abgeben.“

Diesmal unterstützen sie mit den Festeinnahmen neben der Welthungerhilfe auch die Stefan-Morsch-Stiftung. Backes wurde auf die Leukämiehilfe aufmerksam, als ein Arbeitskollege bei der Birkenfelder Datei Stammzellen spendete, um so einem fremden Patienten zu helfen. „Jedes Jahr erkranken etwa 11 000 Menschen an Leukämie. Eine Stammzelltransplantation ist oft die letzte Chance für den Patienten. Dazu braucht er aber einen passenden Spender“, erklärt eine Sprecherin der Stiftung.

Stefan Backes und sein Team rufen auf: „Kommt zum Backfest, genießt Brot und Wein und lasst euch am Infostand der Knochenmarkspenderdatei typisieren. So kann man irgendwann Leben retten.“

Die Stefan-Morsch-Stiftung mit Sitz in Birkenfeld ist die erste Stammzellspenderdatei Deutschlands. Unter dem Leitmotiv „Hoffen – Helfen – Heilen“ bietet die gemeinnützige Stiftung seit 1986 Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke an. Hauptziel der Stiftung ist, Menschen zu werben, sich als Stammzellspender registrieren zu lassen. So werden täglich Stammzellen- oder Knochenmarkspender aus der stiftungseigenen Spenderdatei weltweit vermittelt. Die Stiftung ist Mitglied der Stiftung Knochenmark- und Stammzellspende Deutschland (SKD).

Weitere Informationen rund um die Hilfe für Blutkrebskranke bekommen Interessierte auf der Internetseite www.stefan-morsch-stiftung.de,  telefonisch unter der kostenlosen Hotline 0800/7667724 und auf der Seite der Stiftung im sozialen Netzwerk Facebook.