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Und am Ende feiert Phoenix

Und am Ende feiert Phoenix

Basketball: Gladiators verlieren erstes Heimspiel gegen Hagen knapp. Dabei läuft es zunächst richtig rund.

Umkämpfte Kiste: Triers Johannes Joos (im grünen Trikot) kassiert mit den Gladiators eine knappe Niederlage gegen Hagen. TV-Foto: Sebastian Schwarz Foto: (g_sport

Trier Schweiß, Staub, echte Gladiatoren - das Video, das die 2547 Zuschauer in der Arena Trier am Sonntagabend vor dem Einlauf in der Arena zu sehen bekommen, kann sich sehen lassen. Kilian Dietz, Kyle Dranginis, Jermaine Bucknor und all die anderen Gladiatoren in stilechten Gladiatoren-Ausrüstungen - der neue Einlauffilm, gedreht im Sommer im Trierer Amphitheater, scheint die Gäste ganz ordentlich einzuschüchtern.
Denn als die Partie wenige Minuten später angepfiffen wird, schauen die Gäste aus Nordrhein-Westfalen beeindruckt zu, wie es die Gladiatoren von der Mosel direkt mal doppelt krachen lassen. Justin Alston und Thomas Grün stopfen innerhalb von wenigen Minuten zwei Bälle in den Gäste-Korb - 4:0. Trier startet furios, steht am Ende dennoch mit leeren Händen da - 68:72 (28:39) und muss zusehen, wie die Hagener mit ihren mitgereisten Fans ausgelassen im Gästeblock feiern.
Warum das so ist, ist eine längere Geschichte: Triers Start kann sich sehen lassen. Das Team von Trainer Marco van den Berg agiert mit hohem Tempo und starker Defense. Richtig gut aufgelegt zunächst: Aufbauspieler Kevin Smit. Trier dominiert das erste Viertel (21:14), auch wenn ein Bruch im Spiel erkennbar ist, nachdem Neuzugang Kyle Dranginis - der heute von der Hagener Defense über weite Strecken aus dem Spiel genommen wird - seine erste Pause auf der Bank bekommt.
Zwar lassen die Gladiatoren den Ball gut laufen, finden gegen die Hagener Verteidigung - die Westfalen wechseln häufig zwischen Manndeckung und Zonen-Verteidigung - die offenen Würfe, doch es fällt so gut wie nichts von außen (23 Prozent von der Dreierlinie im gesamten Spiel).
Der BBL-Absteiger aus NRW steigert sich dagegen zum Anfang des zweiten Viertels, trifft von außen und verteidigt energisch. Ein Dreier des früheren Esseners Jannik Lodders bringt die Gäste erstmals in Führung (21:22).
Danach wird's düster aus Trierer Sicht. Offensiv wild, viele Ballverluste, zu wenig Zug zum Korb und die Wurfquote schlecht (32 Prozent bis zum Ende aus dem Feld) - die Trierer Mängelliste ist lang in Viertel Nummer zwei. Auch vom Tempo in den Offensiv-Aktionen ist nicht mehr viel zu sehen. Hagen dagegen spielt richtig gut, getragen von den beiden erfahrenen Jannik Lodders und Dominik Spohr geht die deutliche Gäste-Führung zur Pause völlig in Ordnung (28:39).
Völlig in Ordnung ist dann auch das, das was Trier nach der Halbzeit zeigt. Das Team von Trainer Marco van den Berg kämpft sich mit großem Willen ins Spiel zurück. Es sieht nicht wirklich schön aus, was die gut 2500 Zuschauer zu sehen bekommen, aber es ist erfolgreich für die Herren in Grün.
Vor allem dank Kapitän Simon Schmitz, der sein Team mit drei Dreiern zurück ins Spiel schießt, sind die Gladiatoren zu Beginn des letzten Viertels wieder dran (48:48).
Die letzten zehn Minuten sind dann nichts für schwache Nerven. Es ist eine extrem knappe Partie. Weil die Gladiators den Gästen allerdings in den entscheidenden Szenen Offensiv-Rebounds gestatten und weiterhin schlecht treffen, wird's am Ende nichts mit dem ersten Sieg im ersten Trierer Heimspiel.
Punkte für die Gladiators Trier: Alston 14, Dranginis 8, Smit 4, Bucknor 2, Hennen 0, Schmitz 17, Grün 5, Ilzhöfer 4, Buntic 0, Joos 14 - Zuschauer: 2547