32-mal großer Pferdesport

Spannende Ritte über Hindernisse und tanzende Pferde: Die 50. Saarburger Reitertage im Reitstadion Kammerforst locken ab heute mit 32 Spring- und Dressurprüfungen - vom Anfänger bis hin zur schweren Klasse.

Saarburg. Sieben olympische Medaillen, zwei Weltmeisterschaften: Hans Günter Winkler galt in den späten 1960er und 1970er Jahren als einer der besten Springreiter der Welt. Sein Pendant in der Dressur war Josef Neckermann. Und ihnen ist noch etwas gemein: Beide sind, ebenso wie Hugo Simon, Paul Schockemöhle und Georg Ahlmann, schon im Reitstadion Kammerforst Saarburg gestartet. Die Springreiter damals noch auf dem Rasenplatz, der heute Fußballstadion ist.
Seit 1982 gibt es keine Internationalen Springen (CSI) mehr in Saarburg, die Kosten und der Aufwand seien zu groß für den Verein, sagt Jasmin Aliani, Pressesprecherin der RSG Saarburg. Doch auch bei ihrer 50. Auflage sind die Reitertage von heute bis Sonntag, 29. bis 31. Mai, eines der größten Turniere in der Region - und die einzigen, die Prüfungen in Dressur und Springen bis in die höchste Klasse S (Sonntag ab 14.30 Uhr) ausschreiben.
Mehr als 1300 Nennungen verzeichnet der Verein für die insgesamt 32 Prüfungen - angefangen bei Wettkämpfen für junge Pferde und Reiter. Los geht es täglich um 7 Uhr; Dressur- und Springprüfungen laufen parallel auf zwei Plätzen. Rund 400 Reiter aus der Großregion und dem Rheinland sind mit etwa 660 Pferden am Start.
Spannung verspricht das Barrierespringen bei Flutlicht (Samstag, 21.30 Uhr). Dabei müssen Reiter und Pferd bis zu sechs Sprünge hintereinander absolvieren. Wer fehlerfrei bleibt, startet in der nächsten Runde, in der die Stangen des letzten Hindernisses höher gelegt werden. Auch beim Stil- und Glücksspringen gelten besondere Regeln. Beim ersten zählt besonders die Harmonie zwischen Reiter und Pferd (Sonntag, 7 Uhr). Und beim Glücksspringen (12.15 Uhr) gilt es, die Hindernisse in einer vorgegebenen Zeit möglichst oft zu überwinden. mehi