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Weltverband: „Bedeutsame“ Anzahl an WM-Bluttests

Weltverband: „Bedeutsame“ Anzahl an WM-Bluttests

Der Weltschwimmverband FINA macht aus seinen Blutkontrollen im verstärkten Kampf gegen Doping noch ein Geheimnis. Zwar werden bei der WM in Shanghai erstmals nach sechs Jahren neben Urin- auch wieder Bluttests genommen, Details nannte die FINA aber nicht.

Die Anzahl sei aber „bedeutsam“, betonten unisono Präsident Julia Maglione und Generaldirektor Cornel Marculescu. Genaue Zahlen will der Verband noch nicht nennen, es sollen aber Tests in allen 66 Wettbewerben möglich sein.

Durch Bluttests könne gemäß der Richtlinien der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA auch EPO und das Wachstumshormon nachgewiesen werden, erklärte Marculescu. Die medizinische Kommission der FINA habe den Funktionären stets erklärt, Urintests seien effektiver als Bluttests. Nun habe man neue Erkenntnisse berücksichtigt. „Die Vergangenheit können wir nicht ändern, die Zukunft ja“, sagte Marculescu zur Dauerkritik vieler Athleten, unter ihnen Doppel-Weltmeister Paul Biedermann, an den jahrelang fehlenden Bluttests.

Die Blutuntersuchungen sind auch Voraussetzung für einen Blutpass der Athleten, den die FINA nun in Angriff nehmen will. Marculescu verwies auf die hohen Kosten. Ein Blutprofil für 20 Schwimmer koste „etwa 150 000 Dollar“ (106 000 Euro). Präsident Maglione verglich den Kampf gegen immer weiter fortgeschrittene Doping-Methoden mit einer „Schlacht, die niemals endet. Der totale Friede wird nie einkehren.“