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Der treibtt es bunt: Neuer Nissan Micra im TV-Check

Der treibtt es bunt: Neuer Nissan Micra im TV-Check

Alter Name, neues Auto: Mit der fünften Generation des Nissan Micra ändert sich viel beim japanischen Kleinwagen. Der Fünftürer rollt im März zu den regionalen Händlern.

Ohne Frage: Der letzte Micra war günstig und praktisch, allerdings optisch so sexy wie weiße Feinripp-Unterwäsche. Nun folgt die Kehrtwende, denn die biedere und langweilige Formensprache seines Vorgängers hat der neue Micra endgültig abgelegt. Anstelle von mausgrauem Einheitsbrei gibt es eine dynamische Optik mit wohlgeformten Proportionen. Auch ist der neue Micra um einiges gewachsen. Mit exakt vier Metern ist er um 17 Zentimeter länger geworden, etwas breiter, aber auch etwas flacher.

Und der Neue treibt es jetzt richtig bunt: Diverse Dekorpakete innen und außen sorgen für ein hohes Maß an Personalisierung. Ein zweifarbiges Interieur ist bei allen Versionen serienmäßig. Neben den fünf lieferbaren Ausstattungsvarianten hat der Kunde die Wahl zwischen insgesamt 125 Farb- und Stoffkombinationen. So viele Individualisierungsmöglichkeiten sind bei einem Kleinwagen eher selten.

Gleiches gilt für das umfangreiche Angebot an Fahrerassistenten. Angefangen bei der serienmäßigen City-Notbremse, die auch Fußgänger erkennt, über den optionalen Spurhalter, die Verkehrsschilderkennung, den Toter-Winkel-Warner, den Fernlichtassistenten bis hin zum kamerabasierten 360-Grad-Rundumblick, der Hindernisse beim Ein- und Ausparken erkennt.
Platz bietet der Nissan für bis zu fünf Personen und der Kofferraum nimmt mit spendablen 300 Litern Fassungsvermögen für dieses Fahrzeugsegment reichlich viel an Gepäck mit. Im Innenraum gibt es nur noch wenige Schalter und Tasten, die meisten Funktionen übernimmt ein sieben Zoll großer Touchscreen-Monitor. F
ür Musikfans hält Nissan außerdem ein einzigartiges Bose-Soundsystem bereit. Dieses sorgt mit unter anderem Lautsprechern in der Kopfstütze des Fahrers für ein in dieser Fahrzeugklasse raumfüllendes Klangerlebnis.

Der Nissan beginnt mit 73 PS starkem Dreizylinder-Benziner bei 12.990 Euro. Das Motorenangebot umfasst noch einen weiteren Dreizylinder-Turbo sowie einen Vierzylinder-Diesel mit einer Leistung von jeweils 90 PS. Für die Kraftübertragung sorgt immer ein Fünfganggetriebe, eine automatisierte Schaltung wollen die Japaner später noch nachreichen.

Auch am Produktionsstandort ändert sich etwas, denn der neue Micra wird ein Europäer. Wurde der alte Micra noch im fernen Indien gebaut, so rollt der neue Fünftürer nun zusammen mit dem Renault Clio im gemeinsamen französischen Werk in Flins vom Band.

Guido Borck / (jcb)