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Regisseur Peter Fleischmann stirbt im Alter von 84 Jahren

Film : Regisseur Peter Fleischmann stirbt im Alter von 84 Jahren

Der Kinoregisseur Peter Fleischmann (Foto: Bernd Kammerer/dpa) ist tot. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Donnerstag aus Familienkreisen. Fleischmann zählte zu den wichtigsten Vertretern des Neuen Deutschen Films.

Er wurde vor 84 Jahren in Zweibrücken geboren. Zunächst hatte der Berliner „Tagesspiegel“ berichtet.

Zu seinen Hauptwerken gehören das Drama „Jagdszenen aus Niederbayern“ aus dem Jahr 1969 über einen schwulen Außenseiter in der Provinz und der Science-Fiction-Film „Die Hamburger Krankheit“ von 1979 über eine tödliche Seuche. In „Herbst der Gammler“ von 1967 porträtierte er die Gegenkultur der Jugend.

Fleischmann drehte darüber hinaus zwei Filme („Al Capone der Pfalz“, „Mein Freund, der Mörder“) über Bernhard Kimmel und einen Film („Das Unheil“) mit ihm. Der Regisseur war mit Kimmel befreundet. Als „Al Capone der Pfalz“ bekannt, da Kimmel zwischen 1957 und 1961 mit seiner Bande im Pfälzerwald über 180 Straftaten. 1981 wurde er  für die Ermordung eines Polizisten zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Als er 2003 aus der Strafhaft entlassen wurde, wurde er von Fleischmann vor dem Gefängnis abgeholt.

In den 1990er Jahren war Fleischmann maßgeblich an der Rettung der Filmstudios in Potsdam-Babelsberg beteiligt. Er gehörte 2003 zu den Gründungsmitgliedern der Deutschen Filmakademie. Im Jahr 2008 erschien Fleischmanns Roman „Die Zukunftsangst der Deutschen“.

Wie seine Familie am Donnerstag bestätigte, starb der Regisseur und Autor am Mittwoch an den Folgen eines Sturzes. Fleischmann wohnte zuletzt in Werder bei Potsdam.

(dpa)