Hintergrund: Abstürze

Der gestrige Absturz einer F-16 nahe Oberkail (Kreis Bitburg-Prüm) ist nicht der erste Zwischenfall, in den ein auf der Eifel-Airbase Spangdahlem stationierter Militärjet verwickelt ist: Mitte Januar 1995: Eine F-16 aus Spangdahlem stürzt während eines Übungsflugs nahe der belgischen Stadt Florennes über einem offenen Feld ab.

Der Pilot und ein "Kampfbeobachter" können sich mit dem Schleudersitz retten und bleiben unverletzt. Augenzeugen berichten später, das nach Angaben der Amerikaner mit Übungsmunition bestückte Flugzeug sei in der Luft explodiert. 30. MAI 1995 In Spangdahlem zerschellt eine F-15 beim Starten am Ende der Rollbahn. Der Jet explodiert, die Trümmer des 13 Millionen Euro teuren Jets werden im Umkreis von mehreren hundert Metern verstreut. Für den Piloten kommt jede Hilfe zu spät. Schuld an dem Unglück waren angeblich Mechaniker, die das Fluggestänge der Maschine falsch montiert haben sollen. Einer der Mechaniker nimmt sich daraufhin das Leben.20. MÄRZ 2002: Eine F-16 stürzt beim Landeanflug etwa drei Kilometer nordöstlich des Flugplatzes Spangdahlem zwischen Hof Hau und Landscheid (Kreis Bernkastel-Wittlich) in ein Waldgebiet. Der einzige Insasse, ein 26-jähriger Pilot, kommt bei dem Absturz ums Leben. Die Maschine war auf dem Rückweg von einem Übungsflug. Absturzursache war ein Pilotenfehler, heißt es später im Bericht der Untersuchungskommission.ENDE JUNI 2002: Ein in Spangdahlem stationierter Kampfjet des Typs A-10 stürzt in der Nähe von Nancy ab. Bei dem Unglück in den französischen Vogesen kommt der Pilot ums Leben. Später heißt es, ein Pilotenfehler sei schuld an dem Absturz gewesen.(sey)