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Abschied vom Auto-Paradies

Abschied vom Auto-Paradies

Knapp 950 gebührenfreie Parkplätze gibt es in der Bitburger Kernstadt. Nach dem neuen Parkplatz-Konzept, über das der Stadtrat in seiner heutigen Sitzung entscheidet, würden es rund 380 weniger werden. Denn danach soll das Parken am "Alten Gymnasium", auf dem Schotter-Parkplatz an der Bedastraße, am "Grünen See" sowie in den Bereichen "Am Markt" und im Karenweg gebührenpflichtig werden.

Bitburg. Platz für Autos gibt's in Bitburg reichlich. Von den rund 2100 öffentlichen Parkplätzen im gesamten Stadtgebiet sind rund 1500 gebührenfrei - davon knapp 950 in der Kernstadt. Hinzu kommen knapp 200 gebührenpflichtige City-Parkplätze sowie weitere 400 in den Parkhäusern "Annenhof", "Neuerburger Straße" und der Tiefgarage "Am ZOB". Einerseits läuft nur das Parkhaus "Annenhof" wirklich gut - die beiden anderen sind nicht ausgelastet, obgleich dort die erste Stunde Parken gebührenfrei ist (der TV berichtete). Andererseits kommt es in der Innenstadt häufiger zu Parkplatz-Problemen. "In der Kernstadt ist ab morgens alles belegt"

"Außer am Wochenende ist in der Kernstadt ab morgens alles belegt", sagt Erich Grün, Leiter des Ordnungsamts. Deshalb sei die Verwaltung mit der Änderung des Parkplatz-Konzepts beauftragt worden und habe dafür zunächst den Ist-Zustand erhoben (siehe Extra). Vor diesem Hintergrund stehen folgende Änderungen zur Diskussion: 10 Cent für 10 Minuten: Wo es bereits Parkschein-Automaten gibt (Denkmalstraße, Poststraße/Schleifstein, Südschule und ZOB), soll für zehn Cent künftig nur noch zehn Minuten statt zwölf geparkt werden. Diese Gebühren sollen einheitlich für alle gebührenpflichtigen Plätze gelten. Automat für Post: Der Parkplatz hinter der Post soll einen eigenen Parkschein-Automat bekommen und die maximale Parkzeit soll auf zwei Stunden begrenzt werden. Bisher gibt's Parkscheine für die knapp 40 Post-Parkplätze am Automat Schleifstein/Poststraße, wo rund 20 gebührenpflichtige Parkplätze sind."Altes Gymnasium": Dort sollen rund 160 Parkplätze gebührenpflichtig und die Parkzeit auf maximal drei Stunden begrenzt werden. Ausnahme bilden die rund 50 Parkplätze für die Kreisverwaltung. Vier neue mit Gebühren: Darüber hinaus ist für nächstes Jahr angedacht, auf vier weiteren Parkplätzen Gebühren zu erheben: Am Schotterparkplatz entlang der Bedastraße (rund 100 Stellplätze), am "Grünen See" (knapp 60 Stellplätze beim Rathaus), im Bereich "Am Markt" (rund 45) und im Bereich Karenweg (knapp 15).Pro Parkschein-Automat samt Stromanschluss und Beschilderung rechnet die Verwaltung mit Kosten von rund 10 000 Euro. Zwischen sieben und zehn Automaten, die sich innerhalb eines Jahres refinanzieren sollen, wären nötig. Über die Änderung des Parkplatz-Konzepts entscheidet der Stadtrat Bitburg heute, 24. April, um 17 Uhr in öffentlicher Sitzung im Rathaus. Leser-Echo: Mailen Sie uns Ihre Meinung zu "Parken wird in Bitburg teurer" in wenigen Sätzen an eifel-echo@volksfreund.de (Name und Wohnort nicht vergessen). EXTRA Der Ist-Zustand: Die knapp 200 gebührenpflichtigen Parkplätze in der Kernstadt sind fast ständig belegt. Beim Kranken- und Ärztehaus gibt's (außer an Wochenenden) nach 9 Uhr nur noch Parkplätze, wenn ein Autofahrer wegfährt. Zwar gibt's im Bereich Beda-Platz wegen des Schotterparkplatzes entlang der Gartenstraße keinen Engpass, aber mit Beginn des dortigen Bauvorhabens fallen rund 70 Parkplätze weg. In der westlichen Altstadt gibt's trotz der zeitlichen Park-Beschränkungen kaum freie Plätze. Eine Situation, die sich mit Eröffnung von Stadthalle, Bitburger Marken-Erlebniswelt und dem Geschäftshaus auf dem Brauerei-Gelände noch zuspitzt. Hinter dem Postgebäude sind hingegen häufiger Plätze frei, da dort eine maximale Parkzeit von einer Stunde gilt - im Vergleich zur Park-Höchstdauer von zwei Stunden am "Grünen See". (scho)