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Acht Teilnehmer aus der Region

Acht Teilnehmer aus der Region

Zum 50. Landeswettbewerb "Jugend forscht - Schüler experimentieren" treffen sich 68 Sieger des regionalen Wettbewerbs zum Landesentscheid in der Bitburger Brauerei. Unter den Teilnehmern treten acht Schüler aus der Region an.

Bitburg/Neuerburg. Ein Windkanal für experimentelle Untersuchungen und Säureregulierung beim Wein. Diese zwei Projekte schafften es zum 50. Landeswettbewerb "Jugend forscht - Schüler experimentieren", den die Bitburger Braugruppe dieses Jahr ausrichtet. Beide Schüler des Eifel-Gymnasiums Neuerburg qualifizierten sich mit ihren Projekten jeweils in der Kategorie Physik und in der Kategorie Biologie. Winfried Karpen stellt in seiner Arbeit aerodynamische Untersuchungen in einem selbstgebauten Windkanal vor. Die Aerodynamik eines Flugmodells wurde in den 1950er Jahren mit einem großen Aufwand untersucht. Der Schüler des Eifel-Gymnasiums entwickelte eine einfache Messmethode mit zwei Küchenwaagen, die Widerstand und Auftrieb an einem Holzflügel ziemlich genau messen können. Mit diesem Versuch kann die Effizienz von Flugzeugtragflächen oder Windkraftanlagen ermittelt werden. "Der Versuch ist ein langer Prozess. Erst im dritten Anlauf kam die Idee mit der Küchenwaage", sagt Karpen aus Oberweis. Die Idee für dieses Projekt entwickelte er gemeinsam mit seinem Bruder zu Hause am Esstisch. Für den 18-Jährigen ist es so gut wie sicher: Er möchte nach dem Abitur Maschinenbau studieren.Sarah Schmitt untersuchte den biologischen Abbau des Säuregehalts bei Weißweinen. Sie experimentierte mit verschiedenen Bakterien und ließ Weine im Labor analysieren. Als Tochter eines Weinbaubetriebes und Weinprinzessin hat sie einen engen Bezug zum Moselriesling. "Der Jahrgang 2013 enthielt sehr viel Säure, deshalb suchte ich nach einer Methode, auf biologischem Weg den Säuregehalt des Weines zu reduzieren", erklärt die Schülerin aus Konz. Mit ihrem Ergebnis konnte sie ihren Vater und einige Winzer überzeugen. Sie stellte fest, dass citratnegative Bakterien den Wein auf biologische Weise entsäuern, ohne dass der Wein an Qualität verliert. Der typische Geschmack des Rieslings bleibt erhalten und schmeckt sogar fruchtbetonter und harmonischer als bei chemischen Entsäuerungsmethoden. Mit dem Abitur in der Tasche möchte die 19-Jährige demnächst Lebensmitteltechnik studieren. Beide Projekte entstanden aus einer Facharbeit und benötigten mindestens ein Jahr zur Entwicklung. Dazu ist wissenschaftliche Neugier, Problembewusstsein und Phantasie unerlässlich. Zum Landeswettbewerb erwartet die Jugendlichen noch einmal ein herausforderndes Programm. An insgesamt drei Wettbewerbstagen finden Jurygespräche und Präsentationen für die Öffentlichkeit statt. Beide sind auf die Projekte der anderen Teilnehmer gespannt und natürlich, wer den ersten Preis macht. bebaTeilnehmer aus der Region:Sarah Schmitt, Winfried Karpen, Eifel-Gymnasium Neuerburg; Lukas Schmitt, Christof Schuste, Leon Trampert, Gymnasium Konz; Daniela Lengwin, Humboldt-Gymnasium Trier; Elias Lenz, Gymnasium Traben-Trarbach; Paul Mattes, Max-Planck-Gymnasium, Trier;Extra

Der 50. Landeswettbewerb Jugend forscht ist Europas renommiertester Wettbewerb für Nachwuchswissenschaftler. Mit 1.135 Anmeldungen ist Rheinland-Pfalz eines der teilnehmerstärksten Bundesländer. Der Wettbewerb ist unterteilt in folgende Kategorien: Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik und Technik. 47 Projekte können öffentlich besichtigt werden am Dienstag, 24. März, von 13.30 bis 15.30 Uhr und am Mittwoch, 25. März; von 9 bis 10 Uhr in der Bitburger Braugruppe, Römerstraße 3. beba