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Ein Treffpunkt für die Stahler

Ein Treffpunkt für die Stahler

Schon in der vergangenen Legislaturperiode war Rudolf Rüdesheim Mitglied im Stahler Ortsbeirat. Im Juni wurde der 59-jährige Vater von zwei Kindern zum neuen Ortsvorsteher gewählt. Mit dem TV sprach der Ortschef über Projekte, die 2010 in Stahl angegangen werden sollen.

Stahl. (beba) Rudolf Rüdesheim heißt der neue Ortsvorsteher im Bitburger Stadtteil Stahl. TV-Mitarbeiterin Bettina Bartzen sprach mit ihm über seine Pläne für 2010.

Was sind die wichtigsten Projekte, die in Stahl angegangen werden, wie hoch ist das Budget?

Rüdesheim: Unter einem Spielplatz befindet sich ein römische Villa. Der Grundriss ist mit Hecken und Steinblöcken gekennzeichnet. Aber die Blöcke stören eher beim Spielen. Deshalb wollen wir die Steine entfernen und kindergerechte Spielgeräte installieren. Ein weiteres Projekt ist die Vergrößerung des Parkplatzes neben der Grillhütte. Unser Budget beträgt 36 000 Euro. Was wir nicht ausgeben, sparen wir für das Gemeindehaus.

Können in Ihrem Stadtteil Projekte in Eigenleistung gestemmt werden? Wenn ja, welche?

Rüdesheim: Da in Stahl sehr viele Einwohner zugezogen sind und der Ort schnell gewachsen ist, sind Arbeiten in Eigenleistung schlecht zu verwirklichen. Wir müssen wieder eine Gemeinschaft aufbauen. Auch für junge Leute, die interessiert sind.

Welche Projekte müssen in Stahl aus Kostengründen auf die lange Bank geschoben werden?

Rüdesheim: Die alte Schule als Dorfgemeinschaftshaus ist zu eng für Vereinsversammlungen. Die Stahler Gesellschaft braucht einen Treffpunkt. Dem Entschluss, neben dem alten Gebäude einen Neubau anzubauen, geht ein langer Prozess voraus. Bevor wir beginnen, muss der Förderantrag gestellt werden.

Was wünschen Sie sich allgemein für Ihren Stadtteil?

Rüdesheim: Die Erweiterung unseres Dorfgemeinschaftshauses ist mir wichtig. Wenn ich mal aufhöre als Ortsvorsteher, sollen die Stahler auch das Gefühl haben, dass sich meine Arbeit für sie gelohnt hat.Bitburg-Stahl

Extra Bitburg-Stahl hat rund 1000 Einwohner. Der Beirat besteht aus elf Mitgliedern der CDU, SPD, FBL und Liste Streit. Im Ort gibt es mehrere Vereine (Tennisclub Stahl, Stahler SC) und eine Freiwillige Feuerwehr. Deren Mitglieder lassen Traditionen wie das Aufstellen des Maibaums oder Hüttenbrennen aufleben. Sehenswert sind im Ort unter anderem die Kirche St. Luzia und St. Wolfgang, das Schulgebäude von 1911 oder die alte Dorfschänke. Sogar einen Landwirt gibt es noch in Stahl. (beba)