Endlich wieder Dampf im Kessel

Endlich wieder Dampf im Kessel

Endlich kann der Bahnhof in Jünkerath modernisiert werden. Mit der Unterzeichnung der Planungsvereinbarung zwischen der Deutschen Bahn und der Gemeinde Jünkerath kommt wieder Dampf in den Kessel des sich seit Jahren hinziehenden Projekts.

Jünkerath. Von einem historischen Moment sprach Ortsbürgermeister Rainer Helfen bei der Unterzeichnung der Planungsvereinbarung zwischen der Gemeinde Jünkerath und der Deutschen Bahn AG im Rathaus. Darin ist festgeschrieben, welche Maßnahmen am und um den Bahnhof in Jünkerath umgesetzt werden sollen, damit der stark sanierungsbedürftige Bahnhof wieder alle Anforderungen der Reisenden erfüllt. Unter anderem sollen die Bahnsteige erhöht werden, um das Einsteigen in die Züge zu erleichtern. Dazu soll die Bahnsteig-Ausstattung auf den aktuellen Stand gebracht und der gesamte Bahnhof barrierefrei umgebaut werden. So soll eine "taktile Leiteinrichtung", eine ertastbare Bodenmarkierung, für Blinde und Sehbehinderte angebracht werden. Außerdem wird eine neue Unterführung mit Zugang zu den Bahnsteigen gebaut. Die bisherigen Unterführungen sollen verschwinden, ebenso wie die nicht mehr benötigten Bahnsteige. Auch das Umfeld des Bahnhofs soll sich verändern: Der Vorplatz soll neu gestaltet werden, ein Service- und Informationspavillon entstehen. Das Bahnhofsgebäude soll so wieder zum "Tor zur Region" werden. Damit einher geht die geplante Wiederbelebung und städtebauliche Aufwertung des Bahnhofumfeldes und der Bahnhofstraße als historischer Ortskern. "Bei 35 000 Quadratmetern Brachflächenvermarktung entlang der Gewerkschaftsstraße sind wir dabei", sagt Helfen. Ein Biomasse-Kraftwerk soll entstehen und gemeindliche Gebäude wie Rathaus und "Graf Salentin Schule" mit Wärme versorgen. In den nächsten Jahren entsteht so ein Gesamtprojekt mit Investitionen von fast acht Millionen Euro. Mit dem Vorliegen der Planung von Diplom-Ingenieur Friedrich Hachenberg vom Büro Stadt-Land-Bahn ist nun der erste Meilenstein erreicht.Für die Planungskosten bewilligt das Land Rheinland-Pfalz 285 000 Euro, 57 000 Euro übernimmt die Gemeinde. Im nächsten Schritt werden die Bauvorhaben öffentlich ausgeschrieben, so dass sich der Ortsgemeinderat Ende des Jahres mit der Auftragsvergabe befassen kann.

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