Gießerei in Jünkerath wird selbstständig

Gießerei in Jünkerath wird selbstständig

JÜNKERATH. (sn) Neuer Name für die Jünkerather Gießerei: Die Demag Ergotech Gießerei in Jünkerath firmiert ab September unter dem Namen Ergocast GmbH. Kein Grund zur Beunruhigung: Weder Standort noch Belegschaft seien in Gefahr, versichert Werkleiter Hansjörg Schneider.

Die Demag Ergotech, ein global tätiges Kunststoff-Maschinenbau-Unternehmen mit Hauptsitz in Schwaig bei Nürnberg, gliedert im September die Gießerei in Jünkerath aus. Künftig wird die Gießerei als 100 prozentiges Tochterunternehmen von Demag Ergotech unter dem Namen "Ergocast GmbH" firmieren. Grund für den Betriebsübergang ist die Konzentration der Demag Ergotech auf das Kerngeschäft des Kunststoffmaschinenbaus. Das teilte die Demag Ergotech in einer Pressemitteilung mit. Die Gießerei in Jünkerath produziert mit 240 Mitarbeitern jährlich 17 500 Tonnen Gussteile, die weltweit Verwendung finden. Die Gießerei, die früher fast ausschließlich Lieferant für die eigene Mutter war, habe sich in den vergangenen Jahren sehr positiv entwickelt, sagt Werkleiter Hansjörg Schneider. Heute werde Dreiviertel des Umsatzes mit konzernfremden Kunden getätigt. Zu den Großkunden zählen unter anderem Siemens, Bosch Rexroth, die ZF-Gruppe und Mannesmann Plastics Machinery. Wartezeiten von bis zu zwölf Monaten

Das Loslösen von der Demag Ergotech ermögliche der Gießerei, eigenständiger am Markt zu agieren. Durch die Ausgliederung ergeben sich keine nennenswerten Änderungen, da die Ergocast GmbH den gesamten Geschäftsbereich der Gießerei unverändert übernimmt und eigenständig fortführt. Geschäftsführer der Ergocast ist der bisherige Werkleiter Direktor Hansjörg Schneider. "Wir sind auf der Suche nach neuen Partnern", sagt er. Im Werk stehen Investitionen an. Auf Gussteile gebe es zum Teil zwölfmonatige Wartezeiten. 30 Millionen Euro Umsatz macht das Unternehmen pro Jahr. Die Pläne für die Erweiterung der Handformerei hängen bereits an der Wand. "Der Markt stimmt, die Entwicklung am Markt auch. Jetzt müssen nur noch die Investitionen getätigt werden", sagt Werkleiter Hansjörg Schneider.