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Gute Mädchen, böse Geschichten - Eifelerin veröffentlicht Krimi-Geschichten

Gute Mädchen, böse Geschichten - Eifelerin veröffentlicht Krimi-Geschichten

Lauter Frauen, die über das Böse schreiben: Manu Wirtz hat die Anthologie "Nix zu verlieren" veröffentlicht. Das Buch versammelt Geschichten von 20 Krimi-Autorinnen, darunter auch eine von der Wahl-Wiesbaumerin selbst.

Wiesbaum. Ihre Welt sind wirklich die Bücher: Manu Wirtz aus Wiesbaum (VG Hillesheim) hat mit dem Schreiben von Katzenkrimis angefangen, etliche Kurzgeschichten veröffentlicht, aber auch Hunderatgeber. Außerdem ist sie freiberufliche Grafikdesignerin und gestaltet, klar, vor allem Bücher. Für Krimis hat die Frau aber eine besondere Schwäche: "Ich mag das Unheimliche im Menschen", erzählt sie.20 Geschichten, eine Frage


Wenig verwundlich also, dass sie ihre jüngste Herausgebertätigkeit einem ganz besonderen Thema gewidmet hat: Was passiert mit einem Menschen, der nichts mehr zu verlieren hat? Die 57-Jährige hat Geschichten von 20 Autorinnen ausgewählt, die sich alle mit dieser Frage beschäftigt haben - auf düstere oder tiefenpsychologische Art, oder in Richtung Science-Fiction. "Da gibt es verzweifelte Figuren, die zum Selbstmord tendieren, oder raffinierte, die auf Rachefeldzug gehen", erzählt Manu Wirtz.
Sie selbst steuert auch eine Geschichte mit dem Titel "Von Ewigkeit zu Ewigkeit" bei: Darin erzählt die Autorin von einem größenwahnsinnigen Genetik-Studenten, der ein Serum entdeckt, das ihn nicht mehr altern lässt. "Daraufhin fühlt er sich unbesiegbar und wird am Ende doch eines Besseren belehrt."
Alle 20 Autorinnen im Buch - zwei kommen aus Österreich, der Rest quer aus ganz Deutschland - sind Krimischreiberinnen der Mörderischen Schwestern (siehe Extra). Manu Wirtz, ebenfalls Mitglied in dem Verein, wurde in Solingen geboren, und kam in die Eifel, weil sie sich in einen Eifeler verliebte.
In der Eifel spielt auch ihr nächstes Projekt, an dem die Autorin längst brereits wieder sitzt und das nicht weniger spannend klingt: ein Retrokrimi, der zurück in die 70er Jahre führt. eib
"Nix zu verlieren", Manu Wirtz (Hrsg.), Brighton Verlag, 11,90 Euro.Extra

Die deutschsprachige Vereinigung Mörderische Schwestern ist ein gemeinnütziger Verein, der aus den amerikanischen "Sisters in Crime" hervorging. Gegründet wurde die deutschsprachige Variante 1996, löste sich dann 2007 von der amerikanischen Organisation. Die heute mehr als 400 Mitglieder kommen überwiegend aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. In der Westgruppe, der auch Autorin Manu Wirtz angehört, seien gut Hundert Autorinnen vertreten. Das Ziel des Vereins: von Frauen verfasste deutschsprachige Kriminalliteratur zu fördern - über die regionalen Gruppen sowie verschiedene Programme und Lesungen sowie ein mit 1500 Euro dotiertes Arbeitsstipendium. eibExtra

 Manu Wirtz. Foto: Privat
Manu Wirtz. Foto: Privat Foto: (e_bit )

Manu Wirtz ist am Donnerstag, 21. Januar, 18.45 Uhr, in der SWR-Sendung "Hierzuland" in einem Beitrag über Wiesbaum zu sehen. Als "Autorin zum Anfassen" ist sie am Samstag, 30. Januar, im Krimi-Hotel Hillesheim zu erleben. Weitere Informationen unter: Telefon 06593/98089600; E-Mail: info@krimihotel.de eib