Neue Führung beim Gefahrstoffzug des Eifelkreises Bitburg-Prüm

Neue Führung beim Gefahrstoffzug des Eifelkreises Bitburg-Prüm

Beim Gefahrstoffzug des Eifelkreises hat es 2012 heftig rumort. Der Leiter Reiner Pint sowie sein Stellvertreter Jürgen Dunkel haben hingeschmissen. Die Wehrleute haben nun Thomas Birnfeld (Bettingen) zum neuen Chef gewählt.

Bitburg. Innerhalb der Führungsriege der 221 Feuerwehren im Eifelkreis gab es bis diese Woche nicht nur ein zermürbendes Gerangel um die Neubesetzung des Spitzenamts des Kreisfeuerwehrinspekteurs (KFI), das nun Jürgen Larisch aus Speicher innehat. Auch beim Gefahrstoffzug (siehe Extra) hat es rumort. In einem anonymen Schreiben haben die Wehrleute im Herbst 2012 ihrem Ärger Luft gemacht: "Der Frust sitzt tief bei den Kameraden." Als Grund wurde fortwährende Kritik seitens des stellvertretenden KFI an der Arbeit der Spezialeinheit genannt (der TV berichtete). Der Leiter Reiner Pint sowie sein Stellvertreter Jürgen Dunkel haben Landrat Joachim Streit um eine Entpflichtung von ihren Aufgaben gegeben.
Nun ziehen auch die Mitglieder des Gefahrstoffzugs einen Schlussstrich unter die Querelen. Eigentlich hätte Thomas Birnfeld, feuertechnischer Bediensteter der Kreisverwaltung, der zu dem Zeitpunkt kommissarischer KFI war, einen neuen Leiter bestimmen können. "Ich wollte in der Situation nicht von meinem Vorschlagsrecht Gebrauch machen, sondern die Entscheidung auf eine möglichst breite Basis stellen und habe mich deshalb für eine Wahl ausgesprochen", sagt Birnfeld - und er wurde gewählt. Neben Volkmar Leisen aus Waxweiler ist nun zweiter Stellvertreter Heinz Klassen aus Bitburg-Mötsch. Birnfeld sagt: "Ich bin zuversichtlich, dass uns nun ein Neuanfang gelingt." scho
Extra

Im Gefahrstoffzug des Eifelkreises engagieren sich rund 50 Wehrleute aus dem ganzen Kreis, die für ihr Ehrenamt teils an der Feuerwehr- und Katastrophenschutzschule des Landes ausgebildet wurden. Der Gefahrstoffzug kommt bei Unfällen mit gefährlichen Stoffen - wie etwa Chemikalien - zum Einsatz. Alarmiert werden kann der gesamte Zug oder einzelne Einheiten wie beispielsweise das Messfahrzeug. Nach Angaben der Kreisverwaltung gibt es drei bis fünf Einsätze pro Jahr. scho

Mehr von Volksfreund