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Spannung, Strategie und Geselligkeit

Spannung, Strategie und Geselligkeit

Wie kamen Sie eigentlich zum Skatspielen? Hauer: Ich habe damit in meiner Lehrzeit angefangen, als ich, gebürtig aus Kaschenbach, von Niederweis/Alsdorf aus nach Bitburg mit dem Zug zu meiner Lehrstelle gefahren bin. Da wurde Skat gespielt.

Und da war ich dabei.

Was macht für Sie die Faszination dieses Spiels aus?
Hauer: Es ist gesellig. Und dann die Strategie. Es ist eben nicht nur Glück, was man gerade für ein Blatt hat, sondern es kommt immer darauf an, was man daraus macht. Das ist spannend, wie manche ihr Blatt ausspielen, welche Gedanken dahinterstehen. Und dann ist es natürlich auch schön, mal einen Sieg einzubringen oder eben auch bei einer Niederlage gelassen zu bleiben. Skatspieler sind ruhige, gelassene Leute, aber eben mit einer großen Freude am Spiel.

Die Tradition des Skatspiels ist dennoch nicht mehr so verbreitet wie noch vor ein paar Jahrzehnten. Woran liegt das?
Hauer: Das hat wohl viele Gründe. Sicher ist auch das Internet ein Faktor. Da gibt es einige junge Leute, die spielen täglich Skat im Internet, sind aber nicht bereit, einige Kilometer bis zu einem Turnier zu fahren, wo sie dann ja auch um die vier Stunden durchhalten müssen und nicht einfach aussteigen können, wie es ihnen passt. Hinzu kommt auch, dass man sich früher zum traditionellen Sonntagsfrühschoppen ja nach dem Hochamt getroffen hat. Inzwischen gehen die Leute weniger regelmäßig zur Kirche und möglicherweise damit zusammenhängend auch weniger zum Frühschoppen. scho