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Kultur
Mit Kontinuität im Dienst von Kunst und Kultur

 Höhepunkt im Festjahr: Das Konzert „Requiem“ wird vom Vorsitzenden des Kulturkreises Daun, Roy Coppack (Zweiter von rechts), weiteren Vorstandsmitgliedern und Sponsorenvertretern präsentiert.
Höhepunkt im Festjahr: Das Konzert „Requiem“ wird vom Vorsitzenden des Kulturkreises Daun, Roy Coppack (Zweiter von rechts), weiteren Vorstandsmitgliedern und Sponsorenvertretern präsentiert. FOTO: Brigitte Bettscheider
Daun/Manderscheid. Der Kulturkreis Daun besteht seit 30 Jahren. Der erste Höhepunkt ist ein Konzertwochenende im März.

„Eine nette runde Zahl“, meint Roy Coppack mit Blick auf die 30 Jahre, die seit der Gründung des Kulturkreises vergangen sind. Dann räumt der Vorsitzende ein: „Es wird nicht groß gefeiert. Aber wir haben ein tolles Jahresprogramm zu bieten.“ Dabei kann der Musikkenner und Musiker Coppack seine Freude darüber nicht verhehlen, dass im Festjahr das Programm mit einem Konzert eröffnet wird (siehe Info) und - wie seit nunmehr 29 Jahren am zweiten Adventsonntag – auch so endet. Zudem erfährt es am 20. Oktober mit einem Solokonzert des 15-jährigen Pianisten und Preisträgers Enrico Noel Czmorek einen weiteren Höhepunkt.

Bei der Vorstellung der weiteren Veranstaltungen durch Coppacks Stellvertreter Siegfried Czernohorsky wird die Kunst als zweite Säule des Kulturkreises deutlich.

Am 19. April wird in der Kreissparkasse die Jahresausstellung mit Werken professionell schaffender Künstler aus dem Raum zwischen Bonn, Koblenz und Trier eröffnet. Dabei gibt es eine Premiere: Erstmals wird die Vorstellung der Jahresgabe in die Vernissage eingebettet. Das Motiv stammt von dem Maler Max Ströder aus Stadtkyll; die Mitglieder des Kulturkreises erhalten es als handsignierten Druck in limitierter Auflage. Die zweite Kulturkreis-Ausstellung mit dem Titel „KunstRegional 2018“ wird am 27. September in der Volksbank in Daun eröffnet. Zudem gibt es ein Literaturcafé im November im Forum. Dann stellt – nach Christoph Schmitz und Denis Scheck – der Kritiker, Redakteur und Juror Hubert Winkels Bücher vor.

Was die Kontinuität angeht, so hat der Kulturkreis in seinen 30 Jahren mit Harry Gurski nur einen einzigen Schatzmeister zu verzeichnen und hat nach Doris Lepper heute mit Sigrid Jenssen erst die zweite Geschäftsführerin. Roy Coppack hat als Dritter nach Nele Bednarcyk und Karl-Heinz Schmitz das Amt des Vorsitzenden inne. Angetreten, um mehr Kultur nach Daun zu bringen, waren im Juni 1988 Nele Bednarcyk, Karl-Heinz Schmitz, Doris Lepper, Ursula Krause und Harry Gurski. Um die 80 Frauen, Männer und Familien traten dem Kulturkreis umgehend bei. Heute sind es etwa 200.

Wenn Siegfried Czernohorsky die drei Jahrzehnte Kulturkreis mit dem Ausdruck „von der Improvisation zur Professionalität“ auf den Punkt bringt, spielt er auf die ersten Kunstausstellungen im alten Landratsamt an. „Der Vorstand renovierte die Räume, führte die Aufsicht während der Öffnungszeiten und übernahm die Bewachung der Kunstwerke in der Nacht“, erzählt er. Und betont: „Heute wird von gemeinnützigen Vereinen ein professionelles Management erwartet.“ Dies gelte sowohl für die Beachtung der rechtlichen Grundlagen der Vereinsführung als auch für die Organisation von Veranstaltungen. „Nur mit einem klaren, qualitätvollen Profil, guter Öffentlichkeitsarbeit, Präsenz im Internet und in sozialen Netzwerken kann sich der Verein in dem vielfältigen Angebot in der Region behaupten“, sagt er.

Kontakt: Geschäftsführerin Sigrid Jenssen, Telefon 06592/7672,
E-Mail: info@kulturkreis-daun.de,
Internet: www.kulturkreis-daun.de