Falsche Ermittler am Telefon

Die Polizei warnt vor Anrufen angeblicher Polizeibeamter, die unter anderem zu Eigentumsverhältnissen ausfragen. In der Region Trier wurden bereits mehrere Fälle gemeldet.

Trier/Saarburg. Falsche Polizisten am Telefon: Die Anrufer täuschen vor, Polizeibeamte einer örtlichen Polizeidienststelle oder einer Ermittlungsgruppe der Kripo, des Landes- oder des Bundeskriminalamtes zu sein. Mitunter rufen die Betrüger mit einer gefälschten Nummer an, die den Schein erweckt, von einer Polizeidienststelle zu stammen.
Es sind jedoch keine Polizisten am Telefon, sondern Trickbetrüger. Sie behaupten, es habe vermehrt Einbrüche in der Umgebung gegeben oder man habe Einbrecher festgenommen und bei diesen eine Liste mit persönlichen Daten des Angerufenen gefunden. Die Betrüger verwickeln die Angerufenen in ein Gespräch und fragen sie über ihre Eigentumsverhältnisse aus, etwa, ob Schmuck oder Bargeld im Haus aufbewahrt werde. Sie versuchen dabei geschickt, Angst und Schrecken zu erzeugen. In einigen Fällen bietet der falsche Polizist an, die Wertgegenstände sicher bei der Polizei zu verwahren. Dafür würde ein Kollege vorbeikommen um die Wertgegenstände abzuholen.
Im Bereich des Polizeipräsidiums Trier gingen in den letzten beiden Wochen mehrere Hinweise zu dieser Masche ein. Bei der Polizeiinspektion Schweich meldeten sich zwei Angerufene, bei den Inspektionen Hermeskeil und Saarburg jeweils eine Person. Teilweise setzten die Betrüger die Angerufenen so unter Druck, dass sie Auskünfte über ihr Eigentum machten. Bisher ist in den vier Fällen kein Schaden eingetreten. red

Die Polizei warnt vor diesen Trickbetrügern und rät: Lassen Sie sich nicht einschüchtern oder drängen! Geben Sie keine persönlichen Daten oder Informationen zu Wertgegenständen heraus! Beenden Sie das Gespräch - legen Sie auf! Notieren Sie - wenn möglich - Uhrzeit des Anrufes, den Namen des angeblichen Polizisten und falls angezeigt die Telefonnummer! Rufen Sie anschließend die örtliche Polizeidienststelle an, im Notfall die 110, und erstatten Sie Anzeige! Merken Sie sich: Ein Polizeibeamter wird Sie nie über die Notrufnummer 110 Zuhause anrufen und fragt nicht nach Wertgegenständen, Geld oder Aufbewahrungsorten.