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Im Sommer soll's ab Reinsfeld rollen

REINSFELD. In den Sommerferien 2005 soll auf dem Abschnitt Hermeskeil - Reinsfeld in die Pedale getreten werden. Diese Hoffnung äußerten Reinsfelds Ortsbürgermeister Rainer Spies und VG-Chef Michael Hülpes bei der Vorstellung von Planungsdetails für den Ruwer-Hochwald-Radweg. Die Arbeiten für das 10,5 Millionen-Projekt sind inzwischen auch im Hochwald angelaufen. ARRAY(0x1f97618d0)

Läuft alles nach Plan, dann könnte noch in den Sommerferien 2005 das Freizeit- und Tourismus-Angebot in der Verbandsgemeinde Hermeskeil eine beträchtliche Aufwertung erfahren. Denn möglicherweise ist zu diesem Zeitpunkt bereits die erste Etappe beim Bau des insgesamt 48 Kilometer langen Ruwer-Hochwald-Radwegs absolviert. Dann soll der 6,2 Kilometer lange Abschnitt zwischen Hermeskeil und Reinsfeld fertiggestellt sein.Touren-Plan für erste Etappe vorgestellt

"Wir erwarten uns vom neuen Radweg eine große Steigerung der Attraktivität Reinsfelds. Wir haben ja das besondere Glück, dass die Trasse direkt durch den Ort verläuft. Davon werden unsere Gasstronomie und unsere Geschäfte profitieren", ist Ortsbürgermeister Rainer Spies überzeugt. Die Ortsgemeinde zählt daher neben dem Kreis Trier-Saarburg, den Verbandsgemeinden Ruwer und Kell am See sowie den Städten Trier und Hermeskeil zur Ausbau-Gemeinschaft. Zwar zahlt das Land 80 Prozent der geschätzten Gesamtsumme von 10,5 Millionen Euro - als Anlieger-Kommune beteiligt sich Reinsfeld aber mit immerhin rund 54 000 Euro an den Baukosten. Die Stadt Hermeskeil ist - weil der Streckenabschnitt auf ihrem Territorium kürzer ist - mit etwa 32 000 Euro mit im Boot. "Die Verbandsgemeinde Hermeskeil hat sich aber ebenfalls engagiert und gewährt einen Investitionszuschuss von rund 250 000 Euro", betont Spies. Nach dem offiziellen Startschuss für den Radweg-Bau Ende September stellte Klaus Wittenkämper, stellvertretender Leiter des Landesbetriebs Straßen und Verkehr (LSV) Trier, in Reinsfeld den "Touren-Plan" für die erste Etappe vor. Parallel zu den Arbeiten am entgegengesetzten Radweg-Ende zwischen Ruwer und Waldrach ist demnach unter der Aufsicht der Straßenmeisterei Hermeskeil derzeit die Sanierung von drei Brückenbauwerken im Gange. Im Winter sollen laut Wittenkämper die Rodungsarbeiten über die Bühne gehen und das Gestrüpp auf der ehemaligen Bahntrasse entfernt werden. "Bis zum 28. Februar wollen wir damit fertig sein", sagt Arnold Eiden, Leiter der Hermeskeiler Straßenmeisterei. Danach folgt die Herstellung der 2,50 Meter breiten Asphaltdecke, worauf später Radfahrer und Inline-Skater durch den Hochwald rollen sollen. "Im Frühjahr könnte es damit schon losgehen", hofft Spies. Ob es dann tatsächlich noch in den Sommerferien mit der "Einweihung" des Streckenabschnitts Hermeskeil - Reinsfeld klappt, ist allerdings noch offen. Er wolle keine falschen Hoffnungen wecken, dämpft Eiden die optimistischen Wunschvorstellungen von Spies und Hülpes. "Die Arbeiten brauchen schon eine gewisse Zeit. Unser Ziel ist, dass wir sie im Herbst abgeschlossen haben." Unabängig von diesen unterscheidlichen Terminvorstellungen sind für Spies und die Mitglieder des Gemeinderats aber noch zwei weitere Dinge von besonderer Bedeutung. "Wir wollen, dass das alte Bahnhofsgelände von Reinsfeld bei der Vermarktung als Einstiegspunkt in den Radweg angegeben wird", fordert der Ortschef. Dort könnten beispielsweise Info-Tafeln aufgestellt werden und zusätzliche Parkplätze entstehen.Sprungschanze Bahnübergang

Zudem wollen die Reinsfelder an der Planung beteiligt werden, wenn es um die "Entschärfung" des einzigen Gefahrenpunkts im Ort geht: dem ehemaligen Bahnübergang an der Landesstraße. Der habe sich für Autofahrer schon jetzt zu einer kleinen Sprungschanze entwickelt, monierten einige Reinsfelder beim LSV-Mann. Wittenkämper sicherte zwar zu, dass ähnlich wie beim Maare-Mosel-Radweg Warnschilder, Barken und Schikanen dem Radfahrer diesen Gefahrenpunkt signalisieren. Spies und seine Ratsmitglieder könnten sich aber auch eine weitergehende Umgestaltung vorstellen. "Eine Idee wäre, die Straße zu verbreitern und in der Mitte eine Verkehrsinsel einzurichten. Dann müsste der Radfahrer beim Überqueren der Straße nur eine Seite beobachten", schlägt Spies vor. Der LSV habe diesbezüglich eine Prüfung und einen zusätzlichen Ortstermin zugesagt.