Kommt Café für Wanderer und Einheimische?

Kommt Café für Wanderer und Einheimische?

Die Zukunft des ehemaligen Dorfladens im Mehrgenerationenhaus Bescheid bleibt vorerst ungewiss. Noch wird über die Trägerschaft diskutiert. Die Pläne des Forstamtes und des Energieversorgers RWE bereiten den Bewohnern offensichtlich keine Bauchschmerzen.

Bescheid. Noch können die Bescheider hoffen - und die meisten dürften sich bereitwillig in Geduld üben bis zu einer Nachricht der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD). Denn sollte die Behörde das fürs Mehrgenerationenhaus eingereichte Alternativ-Konzept ablehnen, könnte es teuer werden für die Ortsgemeinde.
Möglicherweise fordert das Land einen Teil der für das ambitionierte Mehrgenerationenservice-Projekt beigesteuerten 260 000 Euro zurück. Denn dem fehlt seit bald zwei Jahren das Herzstück, der Dorfladen mit Mittagstischangebot. Nach nur neun Monaten schloss der private Pächter aus wirtschaftlichen Erwägungen im September 2012 wieder die Türen (der TV berichtete mehrfach). Seither sucht die Gemeinde nach einer realisierbaren und von der ADD unterstützten Alternative. Wie Ortsbürgermeisterin Nastja Raabe in der jüngsten Ratssitzung informierte, gab es zwischenzeitlich ein Gespräch von Vertretern der ADD und des Ministeriums. Daher will sie sich mit ihrem Beigeordneten bei der Verbandsgemeinde über den neuesten Stand informieren. Entscheidungen wie beispielsweise, wer Träger des statt des Ladens geplanten Dorf-Cafés sein könnte, sind vorerst zurückgestellt.
Laut Raabe könnte das etwa die Gemeinde übernehmen - aber auch ein Verein oder ein christlicher Träger. Wichtig für den Erfolg wäre, dass das Café nahe der Traumschleife Rockenburger Urwaldpfad nicht nur von Bürgern angenommen wird, sondern etwa auch von Wanderern.
Beuren bewirtschaftet Wald


Den Plänen des Energieversorgers RWE sehen die Bürger von Bescheid eher entspannt entgegen. Wie berichtet sollen zwischen Thalfang und Osburg Hochspannungsleitungen verlegt werden, um Strom aus Windenergie ins allgemeine Netz einspeisen zu können.
In Farschweiler und Lorscheid hat das eine Bürgerinitiative auf den Plan gerufen, die eine zwischen den Dörfern geplante Überlandleitung verhindern will. Bescheid wäre hingegen nicht direkt betroffen. Keine der geplanten Trassen führt laut Raabe über die Gemarkung der Gemeinde. Ähnlich unproblematisch wird im Ort das von Bernhard Buss, Leiter des Forstamts Hochwald, vorgestellte Konzept für neue Revierzuschnitte gesehen. Der Bescheider Gemeindewald soll demnach wie bisher als Teil des Reviers Beuren bewirtschaftet werden. Der Rat stimmte dem Vorschlag zu - allerdings mit der Einschränkung, ein Mitspracherecht zu erwarten, wenn die Revierleitung zur Debatte stehen sollte.